Betreuungskraft nach §§ 43b, 53c SGB XI Betreuungsarbeit in stationären Pflegeeinrichtungen

Zentralstelle für Fernunterricht Inkl. eLearning Inkl. eLearning
Ausbildungsdauer

8 Monate Regelstudienzeit
(individuelle Absprachen sind möglich)

Ausbildungsbeginn

Jederzeit; die Ausbildung kann berufsbegleitend absolviert werden.

Lernaufwand

ca. 8 Stunden pro Woche für die Bearbeitung der Studienbriefe

Lernmaterial
  • 16 Studienbriefe mit Übungen, Aufgaben und Praxisbeispielen,
  • Zwischentests nach jedem Studienbrief.
Seminare
  • 2 Sonntage mit jeweils 4 Vorlesungen (Teilnahme empfohlen)

Um nähere Informationen über Inhalte der Studienbriefe und Seminare zu erfahren, laden Sie die Lehrgangseinführung aus unserem Downloadcenter herunter.

Voraussetzungen

Mit Beginn der Ausbildung:

  • Nachweis eines Orientierungspraktikums von einer Woche (40 Stunden) in einer voll- oder teilstationären Pflegeeinrichtung Ihrer Wahl.
Vor der Abschlussprüfung:
  • Nachweis eines Kurses "Erste Hilfe" oder "Lebensrettende Sofortmaßnahmen" (nicht älter als zwei Jahre)
  • sowie eines Betreuungspraktikums mit einer Mindestdauer von 2 Wochen in einer Pflege- bzw. Betreuungseinrichtung Ihrer Wahl.

Bei Nachweis entsprechender beruflicher Vorerfahrung in den Bereichen "Betreuung" und "Basispflege" brauchen die Praktika nicht absolviert zu werden. Bitte reichen Sie die Nachweis(e) zusammen mit Ihrer Anmeldung bei uns ein.

Abschluss
  • Schriftliche Abschlussprüfung,
  • Studienbescheinigung mit Aufführung aller Ausbildungsinhalte,
  • BTB-Abschluss-Zertifikat "Betreuungskraft nach §§ 43b, 53c SGB XI"(ehemals § 87 b)
Wenn Sie während der Ausbildung an den erforderlichen praktischen Anteilen nicht teilnehmen, erhalten Sie lediglich das Abschlusszeugnis „Grundlagen der Betreuungsarbeit“.
Teilnahmegebühren

Preise und weitere Informationen erhalten Sie mit unserem kostenlosen Studienprogramm. Jetzt kostenfrei & unverbindlich anfordern!

Mit Inkrafttreten des Pflegestärkungsgesetzes (PSG) II zum 1. Januar 2017 wird die zusätzliche Betreuung, die bis Ende des Jahres 2016l im § 87b SGB XI geregelt wurde, in den § 43b SGB XI überführt. Dadurch wird der Anspruch Pflegebedürftiger in stationären Pflegeeinrichtungen (einschließlich teilstationärer Pflegeeinrichtungen) auf Maßnahmen der zusätzlichen Betreuung und Aktivierung gesetzlich festgeschrieben.

Die Absicht ist, durch individuelle Zuwendung und höhere Wertschätzung alten Menschen Sicherheit und Orientierung zu geben. Die zusätzliche Betreuung und Aktivierung ermöglicht den Austausch mit anderen Menschen, die Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft und fördert insgesamt die Lebensqualität älterer Menschen.

Betreuung und Pflege ist der Dienstleistungsbereich mit den größten zukünftigen Wachstumsraten. Die Bertelsmann-Stiftung prognostiziert in ihrer aktuellen Studie, dass in Deutschland in den nächsten Jahren Hunderttausende zusätzliche Kräfte in dieser Branche ausgebildet werden müssen, um einen Betreuungs- und Pflegenotstand abzuwenden. Eine Ausbildung in diesem Bereich bedeutet eine sichere berufliche Existenz. Die Mehrzahl der Senioren werden in Zukunft rüstig sein und - mit Hilfe eines Betreuers - aktiv am Leben teilhaben wollen. Wirkliche Pflegefälle sind in der Minderheit. Dementsprechend werden auch mehr Betreuungskräfte  benötigt als examinierte Altenpfleger.

Das Haupttätigkeitsfeld der Betreuungskraft nach §§ 43b, 53c SGB XI (ehemals § 87 b)

Das Haupttätigkeitsfeld liegt in der selbständigen und eigenverantwortlichen Betreuung einzelner Senioren in ihren Haushalten innerhalb der Pflegestufe 1. Die Betreuungskraft nach §§ 43 b, 53c ist – neben Familienangehörigen, die meist wenig Zeit haben – in vielen Fällen der einzige Ansprechpartner für den Senioren. Sie übernimmt eine Mittlerrolle zwischen dem betreuten Senioren, seiner Familie und haushaltsfremden Personen. Neben der Alltagsassistenz kann die Betreuungskraft auch die Basispflege nicht bettlägeriger Menschen übernehmen, so z. B. die Hilfe beim An- und Auskleiden, der Nahrungsaufnahme und der Körperpflege.

Ein attraktiver Beruf mit Aufstiegschancen

Schlechte Arbeitsbedingungen, großer Zeitdruck am Arbeitsplatz und eine zu geringe Entlohnung frustrieren viele Arbeitnehmer stationärer Einrichtungen. Die berufsbegleitende Ausbildung zur Betreuungskraft nach §§ 43b, 53c SGB XI stellt eine geeignete Alternative dar, um selbstbestimmt und in einem befriedigenden Umfeld arbeiten zu können.

Darüber hinaus haben ausgebildete Betreuungskräfte - sowie examinierte Pflegekräfte -  die Möglichkeit, sich beim BTB zum Wohngruppenleiter für Seniorenhaus- und Wohngemeinschaften beruflich weiter zu qualifizieren.

Zielgruppe

  • Interessierte ohne einschlägige Erfahrungen im Betreuungs- und Pflegebereich, die eine berufliche Qualifizierung in einem zukunftssicheren Beruf anstreben,
  • nicht examinierte Altenpflegekräfte, die sich weiter qualifizieren wollen,
  • Interessierte, die sich erst einmal zur Betreuungskraft nach §§ 43b, 53c SGB XI ausbilden lassen und sich die Option für weitere, darauf aufbauende Ausbildungsmodule offen halten wollen (z. B. zum Wohngruppenleiter).

Teilnahmevoraussetzungen

  • ein Mindestalter von 21 Jahren,
  • Neigung zu helfender und betreuender Tätigkeit,
  • soziale Kompetenz und kommunikative Fähigkeiten,
  • Gelassenheit im Umgang mit verhaltensbedingten Besonderheiten infolge von dementiellen, psychischen Krankheiten oder geistigen Behinderungen und psychische Stabilität,
  • Fähigkeit zur Reflektion des eigenen Handelns.

Ausbildungsinhalte

Gesellschaftliche Aspekte des Alterns · Biologische Aspekte des Alterns · Menschen mit Behinderungen - Definitionen, historische und soziologische Aspekte · Der persönliche Umgang mit dem betreuten Klienten · Wahrnehmen, Verstehen, Handeln · Kommunikation in der Betreuung · Betreuung bei Demenz · Körperliche Erkrankungen im Alter · Demenz und psychische Erkrankungen im Alter · Basispflege, Teil 1 · Basispflege, Teil 2 · Prophylaxe in der Betreuung · Allgemeine Hygiene · Spezielle Hygiene · Freizeitgestaltung in der Betreuung und Pflege · Institutionelle, rechtliche und ethische Rahmenbedingungen

Zulassungsvoraussetzungen

  • Nachweis eines fünftägigen Orientierungspraktikums (40 Stunden) in einer voll- oder teilstationären Pflegeeinrichtung Ihrer Wahl.
    Berufliche Vorerfahrungen können natürlich gern angerechnet werden!Bitte reichen Sie dazu Ihren Nachweis zusammen mit der Studienanmeldung bei uns ein.

Zulassungsvoraussetzungen für die Abschlussprüfung

  • Nachweis eines Kurses „Erste Hilfe“ oder „Lebensrettende Sofortmaßnahmen“ (nicht älter als zwei Jahre).
  • Während Ihrer Ausbildungszeit ist ein zehntägiges Betreuungspraktikum in einer Betreuungs- oder Pflegeeinrichtung Ihrer Wahl erforderlich. Bitte senden Sie uns den Nachweis bis zur Abschlussprüfung zu.

Veranstaltungsorte der ausbildungsbegleitenden Seminare

  • Sonntagsseminare: Bremen, Wuppertal, Mannheim oder München

Das Besondere an diesem BTB-Studiengang

  • Neues, innovatives Ausbildungskonzept mit vielen Möglichkeiten zur weiteren Qualifizierung im Betreuungs- und Pflegebereich, dadurch eine sinnvolle Alternative zu examinierten Altenpflegeausbildungen.
  • Übrigens: Der besondere modulare Aufbau unserer Lehrgänge ermöglicht Ihnen darauf aufbauende Weiterbildungen in mehreren Stufen:

    Stufe 1: Ausbildung zur Betreuungskraft nach §§ 43b, 53c SGB XI (ehemals § 87 b)

    Stufe 2: Möglichkeit der Weiterbildung "Betreuung in der häuslichen Umgebung"

    Stufe 3: Möglichkeit der Weiterbildung zum Wohngruppenleiter

    Stufe 4: Möglichkeit der Weiterbildung zum Wohngruppenleiter mit dem Zusatzmodul BWL

Weitere Vorteile für BTB-Studenten

  • Kostenfreie Weiterbetreuung durch das BTB bis zu  zwei Jahren nach Ausbildungsende. Dadurch können Sie die Studiendauer flexibel Ihren Bedürfnissen anpassen.
  • Existenzgründungsberatung durch die Schulleitung.
  • Spezielle Marketingberatung für Ihre spätere selbständige Tätigkeit durch unsere Spezialisten im BTB-Sekretariat: Stefan Waloschek (Marketingleiter) und Joscha Körschgen (Internetauftritt).

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