Archiv für die Kategorie „Heilpflanzenkunde“

Karottensuppe gegen Durchfall-Erkrankungen

Samstag, 25. Juni 2011

Karottensuppe nach MORO gegen bakteriell bedingte Diarrhoe

Prof. J.P. Guggenbichler, seit 2009 Emeritus der Universitätskinderklinik Erlangen machte in einem Beitrag darauf aufmerksam, dass es gegen schwere, bakteriell ausgelöste Durchfallerkrankungen – auch gegen EHEC – ein erprobtes und bewährtes Naturheilmittel gebe: die Karottensuppe. Dies wurde 1908 vom damaligen Professor an der Universitätskinderklinik in Heidelberg, Professor Ernst Moro erforscht. Durch ihren konnte die Sterblichkeitsrate bei Durchfallerkrankungen von Kindern drastisch reduziert werden!

Leider geriet dieses Hausmittel im Zuge der Entdeckung Antibiotika in Vergessenheit. Prof. Guggenbichler setzt sich seit Jahren für die Renaissance der antibiotikasparenden Karottensuppe ein. Zum Teil sind die Bakterien schon resistent gegen Antibiotika, auf der anderen Seite haben die EHEC-Fälle gezeigt, dass dass Antibiotikaeinsatz teilweise sogar kontraindiziert sein kann, da gerade durch die Abtötung der Erreger Toxine entstehen können, die den Organismus extrem belasten und die Niere schädigen.

Der Wirkungsmechanismus der Suppe:

Beim Kochen entstehen sogenannte “saure Oligogalakturonide”, die den Rezeptoren des Darmepithels ähneln und an pathogene Darmkeime andocken. Dadurch können die Erreger die nicht mehr durch die Darmschleimhaut ins Blut gelangen und werden ausgeschieden.

Das Rezept für die Zubereitung dieses “Zaubermittels” ist einfach: 500 Gramm geschälte Karotten in einem Liter Wasser eine Stunde lang kochen, dann das Ganze pürieren und mit soviel Wasser wieder auffüllen, dass die Menge von einem Liter erreicht wird. Kurz aufkochen lassen, 3 Gramm Salz hinzufügen. Von Beginn der Durchfallerkrankung an einige Tage lang mehrmals täglich einnehmen.

Vgl. Ärztezeitung, 9.2.2011

Eine kleine Heilpflanzenexkursion

Dienstag, 14. Juni 2011

Bei einem Rundgang über die Wiesen des Bergischen Landes können wir momentan so manches interessante Kraut entdecken. Überall grünt und blüht es und für einen Heilpflanzenkundigen ist es eine Freude mit anzusehen, wie sich die botanische Artenvielfalt in den letzten Jahren wieder vergrößert hat.

 

Gewürze: meine Favoriten 2010

Dienstag, 24. August 2010


1. Fenchel

Die Vitalität des Fenchels ist schlichtweg unglaublich. Einmal gepflanzt benötigt er kaum Pflege. Die Samen lassen sich gut getrockent das ganze Jahr über aufbewahren. Fenchelsamen aus eigenem Anbau sind besser als die gekauften! Nicht nur als Tee ist (im Mörser gequetschter) Fenchel wunderbar, auch als Gewürz, z.B. für Fischgerichte oder bei einem Apfelauflauf.

2. Rotes Basilikum

Es gibt mehrere Arten von rotem bzw. rötlich “angehauchtem” Basilikum. Sie eignen sich zur Trocknung und Lagerung besser als die grünen Sorten. Natürlich sind sie einjährig und müssen jedes Jahr aufs Neue gepflanzt werden. Aber 3-4 Pflanzen, im Frühjahr auf dem Markt gekauft und ab Mitte Mai ausgepflanzt, reichen aus für einen Jahresverbrauch. Es werden immer wieder die obersten Triebe abgezwickt. Dadurch wird die Pflanze breiter und auch sehr viel größer.

3. Thai-Basilikum

Hat eine starke Würzkraft, riecht basilikumartig mit einem Einschlag von Lakritz. Sehr gut geeignet für alle indischen und asiatischen Gerichte. Ein Fischcurry mit Thaibasilikum: wunderbar! Es läßt sich gut trockenen und behält -entsprechend gelagert – lange Zeit seine Würzkraft. Zur Förderung der Pflanzengröße die gleiche Maßnahme treffen wie beim oben genannten Basilikum.

4. Chilli

Chillipflanzen dürfen natürlich nicht fehlen. 8-10 Pflanzen müssten für einen 4-Personenhaushalt für ein Jahr reichen. Pflanzen im Frühjahr auf dem Markt kaufen, Mitte Mai auspflanzen. Die ROTEN Schoten ernten und trocknen. Die Schärfe hält sich ca. ein Jahr. Danach gibts ja wieder die neue Ernte. Hier keine Triebspitzen ausbrechen, die Pflanze in Ruhe wachsen lassen, sie erreicht auch ohne unser Zutun eine beachtliche Größe.



Rolf Meyer

Heilpflanzen, Obst und Gemüse: die Schulungsgärten an der Lobirke – Neuer Lehrgang zum ganzheitlichen Gartenberater

Montag, 23. August 2010

Unser Heilpflanzen- und Gemüsegarten: hier schießen wir unsere Fotos für die Lehrgänge Heilpflanzenkunde, Ernährungsberatung, Ernährungsmedizin und Gesundheitspädagoge

Ein wichtiger Aspekt unser gärtnerischen Bemühungen ist, herauszufinden, welche Pflanzen sich in einem Kleingarten zur Selbstversorgung eignen: sowohl hinsichtlich des  Arbeitsaufwandes und Ertrags als auch hinsichtlich der gesundheitlichen Wirkungen.

Ein Obstgarten zu Schulungs- und Anschauungszwecken ist im Aufbau. Im nächsten Jahr werden wir einen Lehrgang zum ganzheitlichen Gartenberater anbieten. Dafür sind auch Obstbaumschnittkurse vorgesehen.

Wie groß sollte ein Garten sein?

Bei welchem Gemüse lohnt sich der Anbau?

Welche Kräuter sollten im Garten stehen, welche Gewürze sind wirklich lohnenswert?

Welche Obstsorten können auch im kühlen Mittelgebirgsklima gedeihen?

Hochstamm, Halbstamm oder Busch?  Fressen die Vögel alles auf oder darf ich auch selbst mal eine Kirsche essen?

Wie wirkt sich mein Selbstangebautes auf meine Gesundheit aus?

Was kann ich lagern?  Wie kann ich lagern? Wie hoch ist der Aufwand?

Fragen, zu denen Sie bei Gartenberatungen sicher Stellung nehmen können – nach der Absolvierung des neuen Lehrgangs.

Der Lehrgang wird als Zusatzausbildung für Landschaftsarchitekten, Gärtner, Gesundheitspädagogen, Ernährungsberater und Heilpraktiker von großem Wert sein.


Die Apothekerrose – die beruhigende Wirkung ihres Duftes

Mittwoch, 18. August 2010

Keine blüht so prächtig, und keine ist so anspruchslos: die Apothekerrose.

Fangen Sie ihren Duft für einige Tage ein: zwei bis drei halb geöffnete Blüten vom Strauch abknipsen, einen tiefen Teller mit etwas Wasser füllen und die Blüten hineinlegen. Der Rosenduft wirkt beruhigend.

Heilpflanzen kommen und gehen

Montag, 16. August 2010

Pflanzen haben u.a. auch die Aufgabe, den Boden zu verbessern, ihn für das Wachstum anderer Gewächse vorzubereiten. Dabei gibt es verschiedene “Vorbereiterpflanzne” für die verschiedensten Aufgaben.

Bei frisch aufgeschüttetem, lehmigen Boden werden plötzlich die in dieser Erde sich befindenden Kamillesamen aufgehen. Dabei gibnt es dann ganze Kamillenwiesen, die allerdings im 2. oder 3. Jahr nicht mehr auftreten. Danach setzen sich dann Wiesenpflanzen durch.

Sobald im Wald eine Lichtung entsteht, kommen die Fingerhutpflanzen zum Zuge. Auch hier nur ein bis zwei Jahre, um dann Nachfolgepflanzen Platz zu machen.

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