Archiv für die Kategorie „Ernährungsberatung“

Verkostung von 110 einheimischen Apfelsorten

Mittwoch, 21. September 2011

“Wenn Sie süße Äpfel wollen, dann gehen Sie doch in den Supermarkt!”

Diesen Satz werde ich nicht vergessen. Auf meine Frage hin, welche einheimischen Äpfel denn süß und wohlschmeckend wären, erhielt ich auf dem Wuppertaler Streuobstwiesenfest 2009 diese mürrische Antwort. Einige Sorten, die probiert werden konnten,  waren ausgestellt, eine saurer als die andere.

Am Sonntag habe das große Glück gehabt, den Pomologen Hartmut Brückner vom RBN (Rheinisch Bergischer Naturschutzbund) kennen zu lernen. Ich erzählte ihm von meiner Begeisterung für alte Obstsorten, und er bot mir an, die gängigsten alten Obstsorten ausprobieren zu können. Wir vereinbarten einen  Termin beim RBN in Overath, und dort gab er mir gegen eine Spende insgesamt 110 Äpfel von 110 verschiedenen Sorten mit. Allesamt Früchte, die auch im rauen Bergischen Klima gedeihen können. Hartmut Brückner ist einer der profundesten Kenner von Streuobstwiesenanbau, sammelt jedes Jahr die ganzen Sorten zusammen, um Sie auf den Streuobstwiesenfesten der Region dem staunenden Publikum zu präsentieren. Aber nur schauen, nicht anfassen! Und mir gab er die Möglichkeit, diese Kostbarkeiten allesamt zu verkosten. Sensationell, ich bin ihm sehr dankbar für diese einmalige Gelegenheit.

In den nächsten Tagen wird das BTB-Team an der Lobirke einiges zu probieren haben. Wir werden die geschmacklichen und sensorischen Qualitäten der Äpfel dokumentieren und sie hier veröffentlichen. Ab morgen gibt es die ersten Ergebnisse.

 

Bezug: Beratung in Ernährungsfragen, gesund Ernährung, alte Obstsorten, Ernährungsberater

Karottensuppe gegen Durchfall-Erkrankungen

Samstag, 25. Juni 2011

Karottensuppe nach MORO gegen bakteriell bedingte Diarrhoe

Prof. J.P. Guggenbichler, seit 2009 Emeritus der Universitätskinderklinik Erlangen machte in einem Beitrag darauf aufmerksam, dass es gegen schwere, bakteriell ausgelöste Durchfallerkrankungen – auch gegen EHEC – ein erprobtes und bewährtes Naturheilmittel gebe: die Karottensuppe. Dies wurde 1908 vom damaligen Professor an der Universitätskinderklinik in Heidelberg, Professor Ernst Moro erforscht. Durch ihren konnte die Sterblichkeitsrate bei Durchfallerkrankungen von Kindern drastisch reduziert werden!

Leider geriet dieses Hausmittel im Zuge der Entdeckung Antibiotika in Vergessenheit. Prof. Guggenbichler setzt sich seit Jahren für die Renaissance der antibiotikasparenden Karottensuppe ein. Zum Teil sind die Bakterien schon resistent gegen Antibiotika, auf der anderen Seite haben die EHEC-Fälle gezeigt, dass dass Antibiotikaeinsatz teilweise sogar kontraindiziert sein kann, da gerade durch die Abtötung der Erreger Toxine entstehen können, die den Organismus extrem belasten und die Niere schädigen.

Der Wirkungsmechanismus der Suppe:

Beim Kochen entstehen sogenannte “saure Oligogalakturonide”, die den Rezeptoren des Darmepithels ähneln und an pathogene Darmkeime andocken. Dadurch können die Erreger die nicht mehr durch die Darmschleimhaut ins Blut gelangen und werden ausgeschieden.

Das Rezept für die Zubereitung dieses “Zaubermittels” ist einfach: 500 Gramm geschälte Karotten in einem Liter Wasser eine Stunde lang kochen, dann das Ganze pürieren und mit soviel Wasser wieder auffüllen, dass die Menge von einem Liter erreicht wird. Kurz aufkochen lassen, 3 Gramm Salz hinzufügen. Von Beginn der Durchfallerkrankung an einige Tage lang mehrmals täglich einnehmen.

Vgl. Ärztezeitung, 9.2.2011

Frauen, trinkt mehr Wein!

Donnerstag, 23. Juni 2011

Weingenuss schützt besonders Frauen vor späterer Demenz

Eine amerikanische Studie untersuchte 20 Jahre lang die Ernährungsgewohnheiten von Klinikangestellten und fand heraus, dass ein bis zwei Gläser Wein pro Tag vor späterer Demenz schützt. Und das vor allem bei Frauen!

“Frauen profitieren von einem moderatem Weinkonsum deutlich stärker als Männer. Bei ihnen war das Demenzrisiko um 24 Prozent geringer als bei abstinenten Frauen. Ein weiteres Ergebnis: Wer Bier und Spirituosen statt Wein bevorzugt, kann sein Demenzrisiko zumindest nach Erkenntnissen dieser Studie nicht verringern.” Vgl. Ärztezeitung, 9.6.2011

Diese Untersuchungsergebnisse sind deshalb von besonderem Interesse, da Frauen häufig alkoholabstinent leben und ihnen diese besondere gesundheitsfördernde Wirkung des Weines nicht bewusst ist oder sie die Wirkungen als nicht prägnant genug einschätzen.

Abnehmen kann Osteoporose auslösen

Donnerstag, 23. Juni 2011

Gewichtsreduktion bei Senioren kann die Knochendichte senken

Auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin wies Prof. Hendrik Lehnert darauf hin, dass bei älteren Menschen Gewichtsstabilität Vorrang ahben sollte. Nur bei Knochen- und Gelenkbeschwerden, bei Typ II-Diabetes, bei der Koronaren Herztherapie und zur Erhaltung einer bestimmten körperlichen Leitungsfähigkeit sei eine Schlankheitskur gerechtfertigt.

Wenn ältere Übergewichtige unbedingt abnehmen wollen, “sollten sie das wohl nicht allein durch Kalorienreduktion, sondern in Kombination mit Sport tun…”. Studien hätten gezeigt, dass alleinige Kalorienreduktion ohne Sport die Knochendichte herabsenken würde..

Vgl. Bericht aus der Ärztezeitung vom 29./30.4.2011

Japanische Meeresalgen und Fukushima

Donnerstag, 2. Juni 2011

Agar-Agar, Aonori, Arame, Funori, Hijiki, Kombu, Mehibi, Matsumo, Mozuku, Nori, Wakame

Die essbaren japanischen Meeresalgen: wunderbar. Besonders Wakame und Nori habe ich immer gern zum Verfeinern von Gerichten mit Fisch und Meeresfrüchten genutzt. Sie sind sehr gesund, enthalten keine (oder kaum) Kalorien und regen durch ihren Gehalt an Jod den Stoffwechsel an. Ich liebe es, mein Essen durch Bestandteile der japanischen Küche und auch der Makrobiotik aufzuwerten. Nicht zu viel, man sollte das Gute vom Ideologischen trennen. Aber Sojasauce, Misosuppe, Meeresalgen und Co. haben bei mir einen ganz großen Stellenwert in der Küche. Chronische Magenprobleme? Morgens Misosuppe mit Meeresalgen und japanischen Buchweizennudeln – und man ist fit für den Vormittag. Wie sagte es schon Wolfram Siebeck, berühmter Goumetkritiker der ZEIT: Die japanische Küche ist die beste der Welt, dem kann ich persönlich nur zustimmen!

Das Thema “Meeresalgen” hat für Personen, die eine Ausbildung zum Ernährungsberater absolvierten und Klienten hinsichtlich einer gesunden Ernährung mit dem Ziel einer Gewichtsreduktion beraten, bis dato eine große Bedeutung gehabt. Und jetzt?  Nach derAtom- Katastrophe in Fukushima können wir das Thema “Meeresalgen” wohl ad acta legen. Das ist sehr schade, etwas vergleichbares zu diesem Meeresgemüse, dem  ”seaweed”, gibt es nicht.

Aber vielleicht gibt es ja bald Ersatz aus anderen Meeresgegenden, das bleibt zu hoffen.

Ab 2011: Behandlung von Obstbaumkrankheiten mit homöopathischen Mitteln

Dienstag, 31. August 2010

Bei den massenhaft auftretenden Erkrankungen in diesem Jahr wussten wir uns nicht anders zu helfen und haben mit chemischen Mitteln gespritzt. Es ging darum, den Bestand an jungen Bäumen zu retten. Ab dem nächsten Jahr wollen wir der Natur den Vorrang lassen:

Über 40 Nistkästen sind auf dem gesamten Areal angebracht worden. Das wird uns hoffentlich die Raupen fernhalten.

Ich habe mir das Buch “Homöopathie für Garten und Landwirtschaft” besorgt, das bisher differenzierteste Werk über die homöopathische Behandlung von Pflanzenkrankheiten. Verschiedene Sprühflaschen sind besorgt. Wichtige, im Buch angegebene homöopathische Mittel wurden gekauft und stehen bereit.

Auf jeden Fall sind wir für das nächste Jahr gerüstet und werden berichten, welche Erfahrungen wir mit den Homöopathika gemacht haben.


Rolf Meyer

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