Archiv für die Kategorie „Ernährung“

Ab 2011: Behandlung von Obstbaumkrankheiten mit homöopathischen Mitteln

Dienstag, 31. August 2010

Bei den massenhaft auftretenden Erkrankungen in diesem Jahr wussten wir uns nicht anders zu helfen und haben mit chemischen Mitteln gespritzt. Es ging darum, den Bestand an jungen Bäumen zu retten. Ab dem nächsten Jahr wollen wir der Natur den Vorrang lassen:

Über 40 Nistkästen sind auf dem gesamten Areal angebracht worden. Das wird uns hoffentlich die Raupen fernhalten.

Ich habe mir das Buch “Homöopathie für Garten und Landwirtschaft” besorgt, das bisher differenzierteste Werk über die homöopathische Behandlung von Pflanzenkrankheiten. Verschiedene Sprühflaschen sind besorgt. Wichtige, im Buch angegebene homöopathische Mittel wurden gekauft und stehen bereit.

Auf jeden Fall sind wir für das nächste Jahr gerüstet und werden berichten, welche Erfahrungen wir mit den Homöopathika gemacht haben.


Rolf Meyer

2010: ein schlimmes Jahr für junge Obstbäume

Dienstag, 31. August 2010

Was für ein Jahr der Katastrophen! Die extremen Wetterlagen im Bergischen Land haben unsere jungen Obstbäume sehr gestresst: erst ein außergewöhnlich strenger Winter, dann trockene kalte Winde und kein Niederschlag im Frühling, danach eine Hitzeperiode ohne Niederschlag im Frühsommer und jetzt gießt es jeden 2. Tag wie aus Kübeln. Fast alle jungen Bäume haben mit Krankheiten und Schädlingsbefall reagiert. Die angepassten, alten Sorten haben es überlebt, bei den neueren gab es Totalausfälle, so bei folgenden Sorten:

Lapins selbstbefruchtende Süßkirsche, Apfel Rubinola und bei Apfel Pinova.



Erfrorene
Kirschblüten






Manche Apfelbäume sind von Raupen
fast kahl gefressen worden.
Auf diesem Bild zeigt sich
der Raupenfraß im frühen Stadium.






Feuerbrand am jungen Birnenbaum.
Die Blätter werden innerhalb
weniger Tage schwarz.




Feuerbrand beim jungen Kirschbaum.
Blätter und Zweige vertrrocknen.
Die Selbstbefruchtersorte
“Lapins Süßkirsche”,
eine relativ neue Züchtung,
hat es nicht überlebt,
die älteren Sorten schon.






Monila, Spitzendürre,
beim jungen Pfirsichbaum.

Häufiger Krebs bei Diabetikern

Montag, 21. Juni 2010

Häufiger Krebs bei Diabetikern –

so schreibt die Ärzte – Zeitung im 21./22. Mai 2010. Nach neuester Studie haben Typ-2-Diabetiker ein erhöhtes Risiko für zahlreiche Krebsarten, insbesondere für Leber- und Bauchspeicheldrüsenkrebs. Für diese beiden Krebsarten bestehe ein vier- bis sechsfach höheres Risiko als bei Nicht-Diabetikern. Das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg teilte weiterhin mit, dass von den insgesamt 26 untersuchten Krebsarten 24 erhöht waren. Für diese Studie wurden Daten von über 125 000 Patienten ausgewertet.

Von daher sollte man unbedingt einen Blick auf die Ernährung von Diabetikern werfen. Wir können davon ausgehen, dass eine ausgewogene vollwertige Ernährung aus Vollkorngetreide, bestimmten Gemüsesorten, Früchten und Nüssen sowie Olivenöl und Fisch ein natürlicher Krebsschutz sein kann. Nach Einschätzung italienischer Wissenschaftler von der Universität Neapel wirkt sich die mediterrane Kost aber nicht nur günstig für eine Krebsprävention aus, sondern auch bei übergewichtigen Patienten mit Typ-2-Diabetes auf die Einstellung des Blutzuckerspiegels. Bei einer Studie wurden 215 Patienten, bei denen man einen gerade einen Typ-2-Diabetes festgestellt hatte, über vier Jahre von Ernährungsberatern beobachtet und betreut. Sie erhielten entweder die sogenannte “Mittelmeer-Diät“ oder eine fettarme Ernährung. Nach Abschluss der Studie hatten beide Gruppen ca. sieben bis acht Kilogramm an Gewicht verloren – die Gruppe mit der mediterranen Kost zusätzlich zwei weitere Kilogramm. Am Ende der Studie  benötigten nur 44 Prozent der Gruppe mit der kohlenhydratarmen Mittelmeerdiät ein Diabetes-Medikament, während aus der Gruppe mit der fettarmen Kost 70 Prozent auf Medikamente angewiesen waren.

Ja, was nun den Diabetikern unter unseren Klienten und Patienten gut tut, gilt natürlich auch für unsere gesunden Klienten. Für die Praxis ein leckeres Fischrezept:

“Lachs auf mediterranem Gemüsebeet“ (für 4 Personen)

500-600g Lachsfilet (abspülen, trockenen, in dünne Scheiben schneiden, salzen u. pfeffern. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und den Fisch von allen Seiten ca. ½ Minute anbraten.

2 kleine Zucchini und 1 kleine Aubergine waschen, würfeln und etwas Olivenöl andünsten.
3-4 mittelgroße Tomaten waschen, in kleine Würfel schneiden, dazugeben, kurz mitgaren. Schwarze Oliven halbieren und in das Gemüse dazugeben.

Mit Pfeffer und etwas frischer Zitrone abschmecken.

Das Gemüse auf einer vorgewärmten Platte anrichten, die Fischstücke darauf verteilen und mit frischem Basilikum und ev. Zitronenscheiben garnieren. Sofort servieren.

Dazu kann man Kartoffeln in der Schale oder Salzkartoffeln reichen. Und bei so einer leckeren Kost passt ein Gläschen guter Rotwein (sekundäre Pflanzenstoffe!).

Guten Appetit

Täuschung im Lebensmittelregal

Montag, 17. Mai 2010

Täuschung im Lebensmittelregal

Eine Veröffentlichung der Verbraucherzentrale Hamburg zeigt, dass seit einiger Zeit Lebensmittel in den Supermärkten angeboten werden, die nicht das beinhalten, was sowohl die Verpackung als auch die Zutatenliste versprechen.

Es handelt sich um Analogkäse, Gelschinken und Surimi (Garnelenimitat).

Echter Käse:

Die Bezeichnung Käse ist ausschließlich Erzeugnissen aus dickgelegter Käsereimilch vorbehalten. Auf der Zutatenliste ist die Bezeichnung “Käse“ sowie “weitere Zutaten“ angegeben.

Beim Analogkäse findet man auf der Zutatenliste die Bezeichnung “Käse“ nicht, aber dafür Pflanzenfett und Milcheiweiß.

Bei Analogkäse wird in der Käseproduktion das Milchfett durch Pflanzenfett oder Rindertalg ersetzt, um preisgünstige Ersatzprodukte herzustellen. Dies merkt in der Regel der Verbraucher nicht – weder beim Essen noch in seinem Geldbeutel, denn Aromazusätze und Farbstoffe sowie Verdickungsmittel und Zusatzstoff sorgen für ein täuschend echt wirkendes Imitat.

Wir werden den Analogkäse so nicht in der Käsetheke finden. Er hat seinen Einsatz in vielen verarbeiteten Nahrungsmitteln wie: Pizzen, überbackenen Brötchen (Laugenstange mit Käse) überbackenen Gerichten (Lasagne usw.) in Soßen und sogenannten “griechischen Salaten“. Ein Feta-Käse lässt sich genauso leicht imitieren wie die Käsesorten Edamer oder Gouda.

Echter Schinken:

Echter Schinken wird als Schinken, Hinterschinken oder Vorderschinken bezeichnet. Er hat einen Fleischgehalt von mindestens 95% und darf höchstens 5% Fremdwasseranteil aufweisen.

Gelschinken bzw. Schinkenersatz hat nur einen geringen Fleischgehalt von ca.50-60%, einen hohen Fremdwasseranteil von ca. 40% sowie fleischfremdes Eiweiß, Binde, – Gelier- und Verdickungsmittel. Sicherlich haben Sie auf Ihrer letzten Tiefkühlpizza nirgends diese Bezeichnung lesen können: “Pizzabelag aus Vorderschinken nach Brühwurstart zusammengefügt“.

Surimi

Bei Surimi Garnelen handelt es sich um ein Garnelenimitat das als Garnele verkauft wird. Es ist ein stabilisiertes, myofibrilläres Eiweiß aus mechanisch entgrätetem Fischfleisch (Grundlage ist der “Scheinschnapper“). Es wird mir Wasser ausgewaschen und mit Zutaten vermengt, so dass man es beliebig färben und formen kann.

Surirmi wurde bis in die 1960er-Jahre frisch verzehrt. Inzwischen wird diese Fischeiweißmasse vor der weiteren Verarbeitung tiefgefroren, was den Einsatz von Frostschutzmitteln“ wie Sorbit oder Saccharose erforderlich macht. Gelier- und Verdickungsmittel sowie Komplexbildner und andere Zusatzstoffe geben dem Produkt die gewünschte Konsistenz.

Beispiele:

“Hähnchenschnitten Cordon bleu Art“

Beschreibung:

Zarte Schnitten aus fein zerkleinertem Hähnchenfleisch, küchenfertig zubereitet, gefüllt mit Formfleisch-Putenschinken und einer Zubereitung mit Käse, paniert und tiefgefroren.

Zutaten:

Hähnchenfleisch (42%), Weizenmehl , Trinkwasser, pflanzliches Öl, Zubereitung mit Käse, Wasser, Käse (2%) pflanzliches Fett, Stärke, Milcheiweiß, Salz, Farbstoff Beta Carotin, Formfleisch-Kochschinken aus Putenfleisch (9%), Trinkwasser, Nitritpökelsalz (Salz, Konservierungsstoff E250), Maltodextrin …………..

Putensalat

Beschreibung:

Zartes Putenfleisch mit knackigen Zutaten wie Mais, Erbsen, Champignons, Spargel und einem Spritzer Zitronensaft

Zutaten:

23% Putenfleisch (Putenfleisch, Form-Putenfleisch), Wasser. 10% Mais, 8% Joghurterzeugnis, 8% Champignons, 7% Form-Hühnerfleisch, 7% Erbsen, 6% Spargel, pflanzliches ÖL, Zucker, Essig (Branntwein, Weißwein, Malz), modifizierte Stärke, Zitronensaftkonzentrat, Aroma…………

Surimi

Surimi-Garnelen, Gefangen – Indischer Ozean.

Auf dem Döschenrand ist in sehr kleiner Schrift zu lesen: “Surimi Garnelenimitat aus Fischmuskeleiweiß geformt“.

Weitere “Mogelpackungen“

Joghurt mit Vanille:

Auf Produkten werden Vanilleblüten dargestellt, aber es findet sich lediglich der Vanillegeschmack aus dem Labor darin.

Milchmischgetränke mit Erdbeeren:

Rote fruchtige Erdbeeren auf der Verpackung – innen drin fettarme Milch sowie Zucker, Aromen und als Farbstoff Cochenillerot A.

Vanilleeis:

Auch hier wieder das Bild mit der Vanilleblüte eingesetzt, wobei das Produkt lediglich Aromen enthält und satt Milchfett (“aus Rahm“ ) findet man Fremdfett.

Schokoladenpuddingcreme:

Das Bild auf dem Töpfchen verspricht einen regelrechten Schokotraum, enthält aber nur 2,2% Kakaopulver, ganz zu schweigen von den vielen Fremd- und Zusatzstoffen.

Die Verbraucherzentrale stellte folgendes fest:

-       eine Verschlechterung der Lebensmittelqualität

-       Aromen und minderwertige Zutaten, die hochwertige Bestandteile ersetzen

-       Betroffen sind auch Markenprodukte

-       Die Werbung suggeriert eine hohe Qualität

-       Unsere lückenhafte Gesetzgebung ermöglicht eine “legale Täuschung“ des Verbrauchers.

Fazit.

Diese Informationen sind erschreckend! Wer weiß, welche Zutaten die Pizza, die Käselasagne oder das überbackene vegetarische Gericht und der Salat mit Schafskäse oder Garnelen beim letzten Restaurantbesuch enthielten?

Und beim Nachtisch kann man sich auch nicht sicher sein, ob man eine gute Qualität erwischt hat oder nur billige Imitate aus dem Labor?

Die Zutatenlisten sind auf jeden Fall genau zu studieren. Es empfiehlt sich, eine Lupe beim Einkauf mitzunehmen, um das Kleingedruckte entziffern zu können.

Man sollte auch beim Koch in den Gaststätten und Restaurants nachfragen, ob er tatsächlich “echten“ Käse, Fleisch und Schinken sowie eine gute Qualität in seiner Küche einsetzt.

Sortenliste 2010 der Obstgehölze im Schulungsgarten (Remscheid, Lobirke)

Mittwoch, 5. Mai 2010

Wir wollen feststellen, welche Sorten sich für den Anbau im eigenen Garten am besten eignen, und welch am widerstandsfähigsten gegenüber rauem Klima sind.

Die Schulungsgärten liegen in Hanglage auf einer Höhe von ca. 320 Metern. Relativ schlechte Bodenqualität, Mergel, steinig, eher sauer. Es sind besondere Pflegemaßnahmen zur Bodenverbesserung notwendig (Baumscheiben, Pferdemist, tiefgründige Bodenlockerung, Mineralien etc.).

Folgende Sorten stehen im Schulungsgarten an der Lobirke:

APFELBÄUME

Alkmene
Baumanns Renette
Berner Rosenapfel
Biesterfelder Renette
Boskop, grün
Boskop, rot
Dülmener Rosenapfel
Finkenwerder Prinzenapfel
Französische Goldrenette
Geflammter Kardinal
Gelber Edelapfel
Gelber Bellefleur
Gloster
Goldrenette Blenkheim
Grahams Jubiläumsapfel
Graue französische Renette
Gravensteiner
Jakob Fischer
Jakob Lebel
Kaiser Wilhelm
Kardinal Bea
Krügers Dickstiel
Ontario
Pinova
Rheinischer Bohnapfel
Rheinischer Winterrambur
Roter Gravensteiner
Roter Bellefleur
Rubinola
Schöner von Baes

BIRNENBÄUME

Gräfin von Paris
Köstliche von Charneux
Reinshagener Resistente (Eigenname, entstammt einem alten Birnenbaum aus der Umgebung, der kaum orangeroten Gitterrost aufweist)

PFLAUMENBÄUME

Bühler Frühzwetsche
Cacaks Beste
Czar
Hanita
Hauszwetsche
Wangenheimer Frühzwetsche

MIRABELLEN

Mirabelle von Nancy

RENEKLODEN

Graf Althaus Reneklode
Große Grüne Reneklode

KIRSCHEN

Lapins Selbstbefruchtende
Büttners Rote Knorpelkirsche
Große Schwarze Knorpelkirsche

APRIKOSEN

Aprikose Compacta

WEIN

Birstaler Muskat (weiß)
Excelsior (weiß)
Müller-Thurgau (weiß)
Buffalo (rot)
Nero (rot)
Regent (rot)

Weniger Kochsalz – lebensverlängernd?

Donnerstag, 8. April 2010

Wer täglich ein Drittel weniger Salz als gewohnt zu sich nimmt, mindert sein Risiko einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden um ein Viertel!

Eigentlich ist es ja schon seit langem bekannt, dass ein niedriger Kochsalzverzehr den Blutdruck senken und sich damit günstig auf unsere Gesundheit auswirken kann. Aber es gab immer wieder Gegenargumente oder zumindest Fachleute, die diesen Zusammenhang verharmlosten, so dass der Salzstreuer weiterhin obligatorisch auf bald jedem Tisch zu finden ist und auch fleißig benutzt wird.

Eine aktuelle Studie aus Amerika liefert uns dazu spektakuläre Zahlen:

3 Gramm weniger Kochsalz täglich würden jährlich 100000 Herzinfarkte und Schlaganfälle weniger bedeuten – mehr noch: 50 000 Menschen würden nicht vorzeitig sterben müssen.

Dr. Kirsten Bibbins-Domingo aus San Francisco führte das “Coronarys Heart Disease Policy Modell“ durch und kam zu dem Ergebnis, dass bei einem Verzicht von 3 Gramm Kochsalz täglich die Zahl der Patienten mit einer koronaren Herzerkrankung um rund 60 000 bis
120 000 reduzieren würde. Bei der Anzahl an Schlaganfällen wären es 32000 bis 66000.
Das hätte auch zur Folge, dass man 54000 bis 99000 Todesfälle im Jahr weniger hätte.

Nicht nur die Bevölkerung hätte einen Nutzen davon – man würde ca. 10 bis 24 Milliarden Dollar jährlich im Gesundheitswesen einsparen können!

Auch in Deutschland ist der Salzverzehr erheblich zu hoch! Entgegen der Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) täglich nicht mehr als
6 g Kochsalz zu sich zu nehmen, liegt er bei Frauen durchschnittlich bei 7 g und bei Männern sogar bei 9 g! Das sollte und wirklich nachdenklich machen!

An dieser Stelle möchte ich noch darauf hinweisen, dass wir das meiste Kochsalz nicht direkt aus dem Salzstreuer zu uns nehmen, sondern versteckt aus fertigen Nahrungsmitteln.
Den größten Kochsalzgehalt hat Brot, gefolgt von Fertigprodukten und Fast food.

Für viele Menschen bedeutet allerdings eine “salzarme Kost“ eine deutliche Umstellung ihrer Ernährung. Wir Ernährungsberater, Gesundheitspädagogen, Heilpraktiker usw. haben also weiterhin viel Aufklärungs- und Motivationsarbeit zu leisten. Packen wir`s an!

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