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Berufsbild Heilpraktiker/in für Psychotherapie - erfahren Sie hier mehr über den Beruf!

Heilpraktiker für Psychotherapie - Hilfe bei psychischen Erkrankungen 

Heilpraktiker für Psychotherapie behandeln psychische Probleme und Erkrankungen. Um diesen Beruf auszuüben, muss eine Prüfung beim Gesundheitsamt zur Erlangung der Therapieerlaubnis abgelegt werden. Eine Ausbildung wird vom Gesetzgeber nicht verlangt und ist daher freiwillig. Allerdings sollte darauf nicht verzichtet werden, denn die Prüfungsfragen sind sehr anspruchsvoll und die Durchfallquote ist hoch. Deshalb ist eine fachlich fundierte Ausbildung der beste Garant, um die Prüfung zu bestehen.

Was darf ein Heilpraktiker für Psychotherapie behandeln?

Heilpraktiker für Psychotherapie behandeln psychische, psychosomatische und emotionale Erkrankungen. Es braucht umfassendes psychologisches Wissen, um diese Krankheitsbilder zu erkennen und therapieren zu können. Dazu gehören Phobien, Essstörungen, leichte Depressionen und Schlafstörungen. Zwänge, Angststörungen, Anpassungsstörungen sowie eine Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung dürfen ebenfalls behandelt werden. Auch Krisen nach traumatischen Erlebnissen oder dem Scheitern von Beziehungen lassen sich durch einen Heilpraktiker für Psychotherapie behandeln.

Schwere Störungen wie starke Depressionen, Süchte, Schizophrenie und Persönlichkeitsstörungen gehören dagegen in die Hände von Psychologen, Psychiatern und psychologischen Psychotherapeuten. Heilpraktiker für Psychotherapie haben Therapiefreiheit und sind nicht an anerkannte Verfahren gebunden. Diese Regelung macht es möglich, in individueller Weise auf die Patienten einzugehen und mit diesen zu arbeiten.

Welche Therapieformen dürfen angewendet werden?

Heilpraktiker für Psychotherapie arbeiten u. a. mit Entspannungsverfahren, beispielsweise mit der formelhaften Vorsatzbildung des Autogenen Trainings. Mittels Kunst-, Gestalt- und Tanztherapie kann ebenfalls sichtbar gemacht werden, wofür der Patient noch keine Worte hat. Die systemische Familientherapie und die Gesprächstherapie werden eingesetzt, wenn die Patienten in der Lage sind, ihre Befindlichkeit zu reflektieren und offen darüber zu reden. Hypnose zählt ebenfalls zu den anwendbaren Therapieformen eines Heilpraktikers für Psychotherapie. Mit ihrer Hilfe werden Fortschritte erzielt, wenn es darum geht, im Unterbewusstsein verinnerlichte Überzeugungen zu verändern.

Bei der formelhaften Vorsatzbildung innerhalb des Autogenen Trainings geht es darum, Verhaltensweisen, die auf negativen Überzeugungen beruhen, zu verändern. Es werden persönliche Formeln entwickelt, die vom Patienten in die Übung vor der Rücknahme in das Autogene Training eingesetzt werden. Dabei sollte jeweils nur mit einer Formel gearbeitet werden, die im Unterbewusstsein verankert wird. Ist dieser Prozess abgeschlossen, können weitere Überzeugungen verändert werden.

Heilpraktiker für Psychotherapie dürfen jede Art von Psychotherapie anwenden. Es ist jedoch in Leitlinien zur ersten Durchführungsverordnung des Heilpraktikergesetzes festgelegt, dass für das jeweilige Verfahren das nötige Fachwissen gegeben sein muss, den Patienten mit der nötigen Sorgfalt psychotherapeutisch behandeln zu können. So heißt es unter 1.6.3.: „3 Die antragstellende Person ist unter Anwendung ihrer medizinischen Kenntnisse, unter Einbeziehung vorliegender Befunde, gestützt auf ihre Anamnese und im Bewusstsein der Grenzen ihrer diagnostischen und therapeutischen Methoden sowie möglicher Kontraindikationen in der Lage, eine berufsbezogene Diagnose zu stellen, aus der sie einen Behandlungsvorschlag herleitet, der keine Gefährdung der Patientengesundheit erwarten lässt.“

Das bedeutet, dass für das individuell eingesetzte Therapieverfahren fundierte Kenntnisse vorliegen müssen, die man natürlich am besten durch eine Ausbildung erlangt. Psychologisches Coaching, das darauf zielt, Betroffene zur Selbstreflexion zu befähigen, um dadurch selbstständig zu Lösungen zu kommen, gehört ebenfalls zu den anwendbaren Verfahren.

Wer darf Heilpraktiker für Psychotherapie werden?

Um als Heilpraktiker für Psychotherapie arbeiten zu können, müssen ein Mindestalter von 25 Jahren erreicht sein und der Abschluss der Hauptschule vorliegen. Jeder Heilpraktiker sollte physisch und psychisch bei guter Gesundheit sein, um den Anforderungen des Berufes gerecht zu werden. Dazu benötigt man zur Anmeldung zur Prüfung ein entsprechendes Attest. Dieses darf nicht älter als drei Monate sein. Um die Zulassung zur Prüfung zu erhalten, ist außerdem ein polizeiliches Führungszeugnis notwendig, das ebenfalls nicht älter als drei Monate sein darf.

Neben den formalen Voraussetzungen sind bestimmte Charaktereigenschaften notwendig, um als Heilpraktiker für Psychotherapie Menschen helfen zu können. Dazu gehören Empathie, Einfühlungsvermögen und vor allem die Liebe zum Menschen. Heilpraktiker sollten Interesse an neuen Therapieformen und psychologischem Wissen haben und sich ständig weiterbilden. Um die Ursachen von Erkrankungen aufzudecken, braucht es außerdem Verantwortungsbewusstsein und den Willen, Menschen aus ganzheitlicher Sicht zu betrachten.

Wie läuft die Ausbildung ab?

Die Ausbildung zum/zur Heilpraktiker/in für Psychotherapie umfasst einen Zeitraum von 12 Monaten mit 5 wöchentlichen Lernstunden. In dieser Zeit werden Ausbildungsinhalte wie Diagnostik und klinische Psychologie behandelt. Die Themen Entwicklungs- und Persönlichkeitspsychologie sind wichtig, um die Ursachen möglicher Erkrankungen herauszufinden. Für dir Anleitung zur Selbsthilfe, braucht es das Wissen aus den Bereichen Persönlichkeitsstörungen, Beratungspsychologie und Prävention. Durch die Inhalte der Rechts- und Berufskunde werden die Voraussetzungen geschaffen, um erfolgreich mit einer eigenen Praxis zu starten.

Im Gegensatz zum allgemeinen Heilpraktiker sind die Ausbildungsinhalte ausschließlich auf den Bereich der Psychotherapie begrenzt. Die Heilpraktikerschulen richten sich meist nach den Prüfungsinhalten, die vom Gesundheitsamt für die schriftliche und mündliche Prüfung vorgegeben werden. Dazu gehört das Fachwissen aus den Bereichen der Psychiatrie, Psychopathologie und Psychopharmakologie.

Die Anmeldung zur Prüfung

Um die Zulassung zum Heilpraktiker für Psychotherapie zu erhalten, müssen beim zuständigen Gesundheitsamt eine schriftliche und eine mündliche Prüfung abgelegt werden. Nach der Antragsstellung kann es zu Wartezeiten von bis zu 2 Jahren kommen, da die Prüfung nur zweimal im Jahr stattfindet (in der Regel im März und Oktober) und die Teilnehmerzahl begrenzt ist.

Die schriftliche Prüfung besteht aus Multiple-Choice-Fragen, bei denen einzelne Lösungen auch aus mehrfachen Antwortkombinationen bestehen können. Dadurch ist die Überprüfung sehr anspruchsvoll und erfordert eine umfangreiche und intensive Vorbereitung. Für die Bearbeitung stehen 60 Minuten zur Verfügung. 75 Prozent der Aufgaben müssen richtig beantwortet werden, um die schriftliche Prüfung zu bestehen. Nur dann erfolgt die Zulassung zur mündlichen Prüfung.

Bis zur mündlichen Prüfung durch das Gesundheitsamt können Tage oder Monate vergehen. Diese dauert 45 Minuten und umfasst die Diskussion von Fallgeschichten. Dabei wird geklärt, ob der Prüfling mit seiner psychotherapeutischen Qualifikation vorgegebene psychische Störungen behandeln dürfte oder nicht und welches therapeutische Vorgehen er vorschlagen würde. Neben dem allgemeinen Fachwissen wird festgestellt, ob ein Prüfling über ausreichend Wissen verfügt, um "bei der Ausübung der Heilkunde keine potenzielle Gefahr für Patienten und Patientinnen zu sein."

Was darf der allgemeine Heilpraktiker nicht behandeln?

Auch der „große“ Heilpraktiker unterliegt Einschränkungen, wenn es um die Behandlung von Patienten geht. Infektionskrankheiten, die im Infektionsgesetz genannt sind, gehören ausschließlich in die Behandlung von Ärzten. Die Zahnheilkunde und die Geburtshilfe dürfen ebenfalls nicht von einem Heilpraktiker ausgeübt werden. Weiterhin untersagt das Gesetz das Verordnen von verschreibungspflichtigen Medikamenten und Betäubungsmitteln. Zu diesen Vorschriften gehört auch die Festlegung, dass Heilpraktiker keine Heilungsversprechen geben dürfen.

Wie sind die Berufsaussichten?

Psychische Erkrankungen nehmen in der gegenwärtigen Zeit zu und für Termine beim Psychotherapeuten gibt es lange Wartezeiten. Deshalb stehen die Chancen für Berufsanwärter gut, langfristig von diesem Beruf leben zu können. Einsatzgebiete finden sich als Freiberufler in eigener Praxis, als Angestellter sowie in sozialen Einrichtungen. Die meisten Heilpraktiker für Psychotherapie gehen in die Selbstständigkeit, da durch das Heilpraktikergesetz eine Niederlassungspflicht besteht.

Der Stundenlohn eines Heilpraktikers für Psychotherapie liegt zwischen 40 und 100 Euro und hängt vom Praxisort, der Erfahrung und vielen weitere Dingen ab. Die Höhe der Bezahlung legt jeder Heilpraktiker selbstständig fest. Abhängig von der Anzahl der Patienten und der aufgewendeten Arbeitszeit kann der Beruf des Heilpraktikers in Teilzeit ausgeübt werden oder als Vollzeitjob die eigene Existenz sichern.

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