Themen im Fachbereich 1: Beratung und Kommunikation

Die Kommunikationsmodelle von Watzlawick, Schulz von Thun und Rosenberg - Grundlagen und Übungen
Als Kommunikationsmodell oder Kommunikationstheorie werden wissenschaftliche Erklärungsversuche zur Beschreibung von Kommunikation bezeichnet. Diese theoretischen Ansätze sollen erklären, was Kommunikation ist und wie sie funktioniert. Drei verschiedene Ansätze werden in ihren Grundannahmen vorgestellt, die Kommunikationstheorie von Paul Watzlawick, das "Vier-Seiten-Modell" von Friedemann Schulz von Thun sowie gewaltfreie Kommunikation von Marshall B. Rosenberg. Durch Übungen und Beispiele wird deren Nutzbarkeit für Beratung und Therapie erlebt.
Das Neurolinguistische Programmieren (NLP) - Grundlagen und Übungen
Das Neuro-Linguistische Programmieren (NLP) gilt als bedeutsames Konzept für Kommunikation und Veränderungen. Es wird heute ganz besonders von den Menschen nachgefragt und genutzt, die beruflich mit Kommunikation zu tun haben. Das Modell von Richard Bandler und John Grinder, wird vorgestellt und in kleinen Übungen erlebt.
Die personenzentrierte Kommunikation(nach Rogers)
In dieser Einführung wird die sogenannte „klientenzentrierte Gesprächspsychotherapie“ nach Carl Rogers dargestellt. Es ist ein bekannter Ansatz aus der humanistischen Psychologie und lässt sich bei normalen Gesprächssituationen, bei geführten Gesprächen und Beratungen und auch in der Psychotherapie anwenden.
Der schwierige Klient
"Alle Klienten sind gleich und sollten daher gleich behandelt werden." Dieser Idealforderung steht die Realität gegenüber, dass wir Klienten/Patienten als schwierig oder unangenehm empfinden können. Was macht einen Klienten schwierig? Zunächst gilt es, das abweichende, schwierige Verhalten für sich selbst als Berater zu erkennen. Umgang mit Widerstand und Abwehr, mit Aggressionen, Weinen, Schweigen oder Verliebtheit in den Berater werden thematisiert. In einer Übung soll der jeweils „eigene schwierige Klient/Patient“ gefunden werden. Den Abschluss der Vorlesung bilden besondere Beratungssituationen, wie z. B. Supervision, Coaching und kollegiale Beratung sowie ein kurzer Blick auf mögliche weitere Werkzeuge für die Beratung.
Kommunikation und Gesprächsführung
Der Mensch beginnt von den ersten Tagen seines Lebens an die Regeln der Kommunikation zu erlernen, obwohl ihm diese Regeln zunächst selbst kaum bewusst werden. In der Beratung ist eine gelungene Kommunikation die Voraussetzung, um andere Menschen zu erreichen. Positive, helfende, aufbauende Kommunikation ist die Basis-Kompetenz für eine Kontaktaufnahme, für den Beziehungsaufbau und ein positives, vertrauensvolles Verhältnis zwischen Patient/Klient und Berater. In dieser Veranstaltung wird an Basiskenntnissen und Grundfertigkeiten der Kommunikation gearbeitet. Spezielle Aspekte der verbalen Kommunikation für Berater (auch als modellhaftes Verhalten des Beraters) werden vorgestellt und eingeübt, z. B. aktives Zuhören, Spiegeln und Feedback.
Die nonverbale Kommunikation
Nonverbale Kommunikation, die "Körpersprache", ist die ursprünglichste Form der Kommunikation. Sie unterliegt sehr viel weniger der bewussten Kontrolle als der verbale Austausch. Emotionen und Einstellungen werden effektiver über die nonverbalen Kommunikationskanäle vermittelt als über die Sprache. Im zweiten Teil dieses Veranstaltungstages geht es um die verschiedenen Wahrnehmungskanäle (Augen, Gesicht, Nase, Tastsinn) und die Möglichkeiten für den Therapeuten/Berater, die erlebte Körpersprache des Patienten/Klienten für den Beratungsprozess zu nutzen. Auch dazu gibt es neben den theoretischen Erläuterungen kleine Übungseinheiten. "Der erste Eindruck" und seine Bedeutung werden ebenfalls besprochen.
Voraussetzungen für ein erfolgreiches Beratergespräch
Professionelle Beratung ist etwas anderes als „Jemandem einen Rat geben“. Sie versteht sich als ein Prozess, der in einmaligen oder wiederholten Sitzungen stattfindet und nach gewissen Merkmalen verläuft. Neben der Definition von professioneller Beratung werden diese Merkmale und wesentlichen Prinzipien vorgestellt und besprochen. Insbesondere wird auch die Bedeutung der Anfangsituation in jeder professionellen Beratung heraus gearbeitet.
Professionelles Beraterverhalten
Die Wirkung der Beraterperson ist mindestens genauso wichtig wie der Beratungsinhalt. Die Person ist der Kanal, durch den alles fließt, durch den die Beratungsmethoden transportiert und anwendbar gemacht werden oder auch nicht. „Drei verschiedene Berater können die gleichen Behandlungsmethoden anwenden, sie werden drei unterschiedliche Ergebnisse haben“ (Zitat von Virginia Satir, Familientherapeutin). Neben den Beratervariablen wird die Verantwortung des Beraters für das Setting und die beraterische Beziehung verdeutlicht.
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