KentFree – Homöopathische Open Source Software
Viele Jahrzehnte lang war das Repertorium von KENT das Hauptarbeitsmittel der Klassischen Homöopathen. 1937 erschien die erste deutsche Übersetzung von ERBE. Danach gab es wohl einige kleine Korrekturen an der Struktur, und einige wenige Symptome wurden hinzugefügt, aber im Großen und Ganzen blieb das Standardwerk KENT unverändert.
Eigenartige Symptomenvermehrung
Durch die Herausgabe immer neuer Repertorien steigt wohl das Einkommen der Verlage, aber der seriösen Homöopathie wird dadurch die Grundlage entzogen. Alles wird letztendlich nur noch zu einem Einheitsbrei vermischt. Je mehr neue Repertorien erscheinen, desto mehr Symptome finden sich bei den Mitteln.
Behinderung der homöopathischen Fachdiskussion
Darüber hinaus werden mit jedem neu aufgelegten Werk die Einteilungskriterien der vorhergehenden Repertorien konterkariert. Das SYNTHESIS ist ein besonders gutes Beispiel dafür. Damit schafft es der Verleger, jedes neue Werk als "überarbeitet" und dementsprechend vorteilhaft erscheinen zu lassen. Da dann viele unterschiedliche Werke auf dem Markt sind, gibt es auch keine einheitlichen Repertorisationsergebnisse mehr. Gemeinsame Fallbesprechungen auf breiter Basis gehören somit der Vergangenheit an.
Um diesen für die Homöopathie nachteiligen Entwicklungen entgegenzusteuern, hat sich das BTB vor zwei Jahren entschlossen, die Entwicklung eines Repertorisationsprogramms auf der Basis der ursprünglichen Kent-Übersetzung von ERBE mit zu finanzieren.
KentFree ist intuitiv bedienbar und enthält die wichtigsten Funktionen, die ein Homöopath zur Mittelsuche benötigt.
Das PC-Programm kann auch als "Buch" geladen werden. In dem Buch-Bildschirm lässt sich blättern, und Symptome lassen sich für die Repertorisation übernehmen. Darüber hinaus kann KentFree eine PDF-Buchdatei des Repertoriums generieren; diese lässt sich dann ausdrucken.
KentFree hat auch den Modus "Arzneimittellehre". Hier lässt sich einstellen, ob alle Symptome eines Mittels angezeigt werden sollen, oder nur 2-und3-wertige bzw. nur 3-wertige.






