Besonderheiten der Fallaufnahme in der veterinärhomöopathischen Praxis
Im Unterschied zum Menschen kann das Tier nicht selbst sprachlich mitteilen, was ihm fehlt. So bereitet es Schwierigkeiten, Informationen insbesondere zu Gefühlen, Schmerzempfindungen und Modalitäten zu erhalten, zu Aspekten also, die für die Mittelfindung von großer Bedeutung sind. Um dennoch ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten, spielen neben der Sorgfältigkeit der Beobachtung und Untersuchung die Angaben des Tierhalters eine entscheidende Rolle.
Je umfassender das Bild ist, das man sich von einem Fall machen kann, umso größer sind die Chancen, das geeignete homöopathische Arzneimittel zu finden. Grundsätzlich sollte man alle Symptome notieren. Nachdem man, falls erforderlich, die Daten des Patienten und seines Besitzers erfasst hat, wird der Tierhalter nach dem Grund seines Besuches gefragt. Er sollte dabei nicht durch Fragen oder andere Verrichtungen unterbrochen werden, sondern man sollte nur zuhören und mitschreiben und dabei sowohl das Tier als auch den Besitzer beobachten.
Im Anschluss an den Spontanbericht beginnt man mit einer gezielten Befragung zur ausführlichen Abklärung von Punkten, die noch nicht oder nicht ausreichend erwähnt wurden.
Auch in der Homöopathie sollte die klinische Untersuchung nicht vernachlässigt werden; sie bildet einen unverzichtbaren Bestandteil der Anamnese und dient nicht zuletzt auch dazu, die vom Besitzer beschriebenen Symptome zu verifizieren.
Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie im Lehrgang "Klassische Veterinärhomöopathie"
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