Artikel-Schlagworte: „OpenRep“

Liste aller Unterdrückungssymptome im OpenRep

Montag, 13. September 2010

Geben wir “unterdr” in die Suchleiste ein und bestätigen, dann erhalten wir die Liste aller im Kent verfügbaren Unterdrückungssymptome. Perfekt!

Rolf Meyer

Suchen im Open-Rep. nur ohne ä, ö, ü und ß

Montag, 13. September 2010

Das OpenRep verfügt über eine sehr gute Suchfunktion: mit nur einem einzigen Nachteil:

dadurch, dass das Program ursprünglich aus dem Englischen kommt, kennt es keine Umlaute wie ä, ö und ü, wahrscheinlich auch kein ß. Deshalb beim Suchen diese Buchstaben rauslassen und das Suchwort nicht ausschreiben (unterdr für unterdrückt).

Die Nutzung eines Platzhalters (*) ist im Programm auch vorgesehen, wir sind aber bis jetzt haben wir die genaue Funktionsweise noch nicht herausgefunden (es klappt mit dem * nicht immer).

Rolf Meyer

Prostatitis – oder was?

Sonntag, 22. August 2010

1. DER FALL

Ein sehr interessanter älterer Fall aus meinem Bestand, nachrepertorisiert mit dem OpenKent

Ein 75 jähriger männlicher Patient klagt über Schmerzen im Bereich der Prostata und des Perineums.  Auf die Frage nach dem Ergebnis der letzten ärztlichen Prostata-Vorsorgeuntersuchung erklärt der Patient, das wäre alles in Ordnung gewesen.

Folgende Symptome lassen sich eruieren: Schmerz in der Prostatagegend, Völlegefühl in der Prostata, Schmerz im Bereich des Perineums. Die Art des Schmerzes wird mit „wunder Schmerz“ beschrieben. Es lassen sich keine sicheren Modalitäten erfragen, auch bei der Begleitsymptomatik gibt es nichts, was ich notieren könnte.

Ich repertorisiere sofort,  habe die Wahl zwischen Puls, Cycl, Berb und Alum. Ich entscheide mich aufgrund des Mittelbildes für letzteres und gebe dem Patienten Alumina D 30, 1 x 5 Globuli, und fordere ihn auf, sich innerhalb der nächsten Tage zu melden. Würde das Medikament nicht wirken, so müsste er sich unverzüglich zum Urologen begeben. Schon am übernächsten Tag ruft er an:  keine Beschwerden mehr.

Nach einem Monat meldet er sich noch einmal. Die Schmerzen wären wiedergekehrt. Ich schicke ihn zum Arzt. Der Patient berichtet mir später folgendes: Der Urologe hätte die Prostata palpiert, und aufgrund der Druckschmerzempfindlichkeit diagnostizierte er eine Prostatitis. Er überwies den Patienten in ein Krankenhaus. Dort erhielt er sofort die ersten Antibiotikainfusionen. Am 2. Behandlungstag ordneten die Ärzte eine Messung der Urinstrahlstärke an. Es zeigt sich: der Urin fließt sehr gut – eine Prostatitis ergab für die Ärzte keinen Sinn mehr! Nur: woher kamen die Schmerzen?

Und jetzt gab unser Patient zu verstehen, dass er hin und wieder auch stärkere Beschwerden an der Lendenwirbelsäule habe, vor Jahren habe dies sogar zu zeitweisen Lähmungserscheinungen geführt.

Nach dem Röntgen ist alles klar. Die Schmerzen im Bereich der Prostata und des Perineums sind wirbelsäulenbedingt! Die Antibiotikatherapie wird sofort abgebrochen und der Patient wird zum Orthopäden überwiesen.

So kann man sich irren.

2. DIE REPERTORISATION MIT DEM OPENREP

Die Einmalgabe Alumina D 30 hatte damals für mehrere Wochen Wirkung gezeigt.

Die Symptome für das OpenRep:

- Prostata, Schmerz

- Prostata, Völlegefühl

- Mastdarm, Perineum, Schmerz

- Allgemeines, Wundschmerz

Rolf Meyer

OpenRep Deutsch ab sofort verfügbar!

Montag, 17. Mai 2010

Sehr geehrte Homöopathie-Interessierte,

nach langer Arbeit ist heute der große Tag gekommen, an dem wir unser Projekt, OpenRep und zusätzlich das komplette Kent Repertorium in Eigenleistung zu übersetzen, präsentieren können.

Viele Stunden Arbeit stecken in der Übersetzung des Repertoriums, was ohne den Einsatz unserer fleissigen Studenten sicher nicht möglich gewesen wäre.

Sollten Sie wider erwarten auf Fehler in der Übersezung oder sonstige Bugs stossen, zögern Sie bitte nicht sie uns zu melden. In einem solchen Fall wenden Sie sich bitte direkt an unseren Projektleiter Herrn Körschgen (joscha.koerschgen@btb.info)

Um Ihnen den Einstieg noch einfacher zu gestalten, folgt in den nächsten Tagen noch eine Anleitung in Deutsch zum Download.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß mit der Software und würden uns über zahlreiche Rückmeldungen freuen.

Download OpenRep Deutsch 1.0-RC1, inkl. Kent Repertorium in deutscher Sprache

OpenRep-Vorabversion mit deutscher Menüführung ist fertig

Freitag, 11. September 2009

Unter “Downloads/Homöopathie” kann auf unserer Homepage www.NatureMed.de ab sofort die Vorabversion des OpenRep-Programms (PC-Repertorisation mit dem Kent) mit deutscher Menüführung heruntergeladen werden. Die Symptome sind noch in englischer Sprache aufgelistet, und ich hoffe, dass wir bis zum Frühjahr2010 alles übersetzen können.

In den nächsten Tagen werden wir auch die ins Deutsche übertragene  Hilfedatei ins Netz stellen.

Rolf Meyer

Das OpenRep als zukünftiger Standard in der Hömöopathie?

Donnerstag, 16. Juli 2009

Ein Artikel in Interviewform:

Jürgen Obst, Geschäftsführer und Schulleiter des BTB Bildungswerk für therapeutische Berufe,
interviewt
HP Rolf Meyer, Koordinator des German-OpenRep-Projektes

Worauf basiert das OpenRep?

Das OpenRep-PC-Programm basiert auf der Originalausgabe von Kents Repertorium. Diese Originalausgabe unterliegt mittlerweile nicht mehr dem Copyright und kann somit allen Homöopathen, Studierenden und Interessierten kostenlos zugänglich gemacht werden. Das PC-Programm selbst ist “Open-Source”, kann also frei heruntergeladen und genutzt werden. Voraussetzung hierfür ist, dass der Nutzer seinerseits nicht damit gewerblich handelt und Profite damit erwirtschaftet.

Wer ist Urheber des PC-Programms?

Der slowakische Programmierer und Homöopath Vladimir Polony. Er ist außerdem studierter Ökonom und wird die Verwertungstechnikmaschinerie der Verlage und IT-Firmen gut kennen. In Interviews hat Polony die Meinung geäußert, dass die Homöopathie von diesen Verwertungsmechanismen befreit werden sollte.

Ich persönlich habe die gleiche Ausbildung als Ökonom und Homöopath durchlaufen wie Herr Polony und kann ihm nur zustimmen. In verschiedenen Artikeln in meinem Blog habe ich mich mit dieser Problematik beschäftigt und sehe die Homöopathie mittlerweile in Mitleidenschaft gezogen.

Inwieweit wird die Homöopathie in Mitleidenschaft gezogen?

Häufig erscheinende Neuausgaben von Repertorien mit jeweils wechselnden Einteilungsstrukturen und die Hinzunahme von Symptomen aller möglichen weiterer Homöopathie-Autoren erzeugen eine diffuse Landschaft von scheinwissenschaftlichen Abhandlungen.

In den sogenannten “großen” synthethischen Repertorien wie dem Synthesis oder dem Complete-Repertorium ist es mittlerweile zu erheblichen Indifferenzen bei vielen Symptomennennungen gekommen. Da finden sich dann beispielsweise Mittel, die bekanntermaßen auf der rechten Körperseite stärker als auf der linken wirken – und umgekehrt – in dreifacher Wertigkeit auch auf der anderen Seite genannt werden. Das soll nur als ein Beispiel unter vielen gelten.

Dann kommen die verschiedenen PC-Programme, die wiederum nicht mit den Repertorien in Buchform übereinstimmen und ihrerseits nach Gewinnmaximierungsrichtlinien in immer schnelleren Abständen eine Versionsaktualisierung erfahren. Natürlich unterscheidet sich die alte Version dann von der neuen.

Was bleibt für ein Eindruck über die Homöopathie?

Zig auf dem Markt befindliche Systeme und Buchversionen erzeugen ein wirres Bild.
Fachdiskussionen über Fälle sind nur noch schwer möglich, ein Jeder kommt auf andere Ergebnisse. Den Skeptikern unter den Medizinern kann dies nur Recht sein, ist für sie diese Beliebigkeit im Ergebnis doch ein Beweis für die mangelnde Wissenschaftlichkeit der Homöopathie.

Sie übernehmen für das OpenRep-PC-Programm die Übersetzung der Originalausgabe des Kent-Repertoriums in die deutsche Sprache. Welcher Aufwand ist damit verbunden und warum fühlt Sie sich das BTB dafür verantwortlich?

Das German-OpenRep-Team besteht aus mehreren Studenten, die sich für das Projekt in ihrer freien Zeit zur Verfügung stellen. Wir rechnen beim BTB mit 6-8 Monaten Arbeit und mit einem nicht unerheblichen finanziellen Aufwand.

Warum macht das BTB das? Im Laufe der letzten Jahrzehnt haben wir etliche Therapeuten ausgebildet und sind stolz darauf, einen so wichtigen Beitrag für die Homöopathie geleistet zu haben. Sicherlich hat das BTB damit auch Geld verdient. Wir möchten der therapeutischen Gemeinschaft etwas zurückgeben. Wenn wir diese Aufgabe nicht stemmen können, wer dann (dann bräuchten wir einen deutschen Vladimir Polony – und solche Leute sind wirklich rar gesät!).

In dem deutschen OpenRep wollen Sie sich auf das Kent-Repertorium beschränken – warum? Hat Ihr englisches Pendant nicht sogar mehrere Repertorien integriert?

Das Kent-Repertorium reicht doch vollkommen aus. Das Werk beinhaltet fast 70.000 Symptome und zählt mehr als 600 Arzneimittel auf. Warum denn noch andere Werke wie z.B. das Boenninghausen-Repertorium mit hinzunehmen? Schlagen Sie doch in den großen lokalen und den allgemeinen Rubriken im Kent nach, dann haben Sie die Symptome nach Boenninghausen.

Und was, so glauben Sie, wird das Erscheinen des German-OpenRep bewirken?

Ich persönliche glaube und hoffe, dass dieses kostenlose Repertorisationsprogramm endlich wieder einen Standard schafft, an dem sich alle orientieren können. Zum professionellen Repertorisieren ist das Programm sehr gut geeignet.

Ein Nachteil des Original-Kents ist ja bekanntermaßen seine nicht immer durchgängig eingehaltene Einteilungsstruktur der Symptome. Aber das wird wettgemacht durch die komfortable Suchfunktion des Programms.

Das Erscheinen des Programms wird wahrscheinlich zu einigen Umwälzungen in der Homöopathieausbildung führen. Schriftliche Repertorien werden nicht mehr benötigt, da sich ein Jeder das German-OpenRep-Programm kostenlos herunterladen und damit arbeiten kann. Eine Gefahr sehe ich darin, dass Lernende dazu neigen könnten, durch die bequeme PC-Nutzung die Hierarchisierung der Symptome außer Acht zu lassen. Aber darauf werden sich die Ausbildungsinstitute mit Sicherheit einstellen und die notwendigen didaktischen Anpassungen vornehmen können.

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