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Krebsvorsorge über Nahrungsmittel: der Granatapfel

Dienstag, 16. Februar 2010

Heute stelle ich einen “Exoten“ vor, der z.Zt. im Handel angeboten wird:

Der Granatapfel – der “Baum der Unsterblichkeit“. Angeblich soll schon im Paradies gestanden haben. Er gehört zu der Familie der Weiderichsgewächse. Seine Heimat liegt in West- bis Mittelasien. Heute werden Granatäpfel u.a. im Mittelmeerraum angebaut.

In den letzten Jahren wurden mehrere wissenschaftliche Untersuchungen publiziert, die einen deutlichen Schutz vor Krebserkrankungen aufzeigten. Sowohl Granatapfelsaft, fermentierte und nicht fermentierte Saftextrakte und als auch Schalenextrakte zeigten in Studien an Zellkulturen, Tieren und Menschen eine überzeugende Hemmung der Krebsentstehung. Insgesamt sind 138 neue Studien zum Granatapfel in anerkannten Fachzeitschriften in den letzten sieben Jahren erschienen. Im Granatapfel wirken in erster Linie die Polyphenole, Flavonoide und zahlreiche andere sekundäre Pflanzenstoffe wie z.B. die Ellagtannine. Außerdem ist er reich an Kalium, Kalzium, Vitamin C und Eisen.

Nicht die Frucht selbst, sondern die fleischig ummantelten Samen des Granatapfels werden verzehrt (es befinden sich bis 400 Samen in einer Frucht). Im Handel ist auch Granatapfelsaft erhältlich.

Rezepte mit Granatspfel

Bunter Obstsalat:

1 Orange

muesli_obstsalat

1 Apfel

1 Birne

1 Banane

1 Granatapfel

Das Obst wird gewaschen, teilweise geschält und in kleine Stücke geschnitten.

Der Granatapfel wird in der Mitte geteilt und die Samen mit einem kleinen Löffel herausgeschält und auf dem Obst verteilt.

Man kann den Obstsalat mit frischer Sahne und Pistazien garnieren.

Eis mit Granatapfel

Ein sehr schöner Blickfang ist es, wenn man Eis (am besten Vanilleeis) mit etwas frisch geschlagener Sahne und Granatapfelsamen garniert. Man kann das Ganze noch mit selbstgemachter Fruchtsoße oder Bananenstücken servieren. Bei Erwachsenen darf es auch mal ein Schuss Eierlikör sein.

Cocktail mit Granatapfel

Man benötigt ein “Londrinkglas“, in das etwas Grenadinesirup, Pfirsichsaft sowie etwas Gin eingefüllt wird. Danach werden 3 große Eiswürfel in das Glas gegeben und die Granatapfelsamen darauf verteilt. Wer mag, kann das Glas mit Sekt auffüllen.

Natürlich kann man so etwas auch als “Mocktail“ (ohne Alkohol) zubereiten.

Krebsvorsorge über Nahrungsmittel

Montag, 15. Februar 2010

So schützen uns die Farben gelb, orange, rot und grün vor Krebserkrankungen.

Carotinoide verleihen unserem Obst und Gemüse ihre bunte Farbe. Sie machen die Tomate rot, die Paprika grün und gelb und den Kürbis orange. Es sind die darin enthaltenen antioxidativen sekundären Pflanzenstoffe, die unseren Körper vor so genannten “Radikalen“ und reaktiven Sauerstoff-verbindungen schützen. Wissenschaftler machen immer wieder aufmerksam, dass wir unser Krebsrisiko tatsächlich senken können, wenn wir ausreichend Obst und Gemüse verzehren.

Die sekundären Pflanzenstoffe verleihen der Pflanze Aroma-, Geschmacks- und Duftstoffe, regulieren ihr Wachstum, schützen sie vor dem “Gefressenwerden“ und dienen ihr zum Schutz vor Krankheiten und Schädlingen.

Heutzutage sind mehr als 20.000 sekundäre Pflanzenstoffe bekannt, die in der menschlichen Ernährung relevant sind, aber es sind wesentlich mehr – schätzungsweise gibt es 60 000 bis 100 000 Substanzen. Zu den wichtigsten gehören:

-          Flavonoide

-          Isoflavone

-          Karotinoide

-          Anthocyane

-          Lignane

-          Polyphenole

-          Pektine

Damit wir die gesundheitsfördernden Stoffe erhalten, sollten wir bestimmte Lebensmittel am besten täglich zu uns nehmen. Dazu gehören u.a.:

-          alle Kohlsorten, besonders Brokkoliobstregal

-          Zwiebeln und Knoblauch

-          Porree, Spinat und Feldsalat

-          Möhren, Paprika und Tomaten

-          Kresse und Schnittlauch

-          Pilze

-          Brombeeren, Heidelbeeren und Himbeeren

-          Trauben (Rotwein)

-          Grüner Tee

-          Ingwer, Kurkuma, Chili und Pfeffer

Auch in Getreide, Kartoffeln und Hülsenfrüchten sind diese wertvollen Stoffe enthalten.

Je reifer das Obst und Gemüse ist, umso größer ist die Menge der bioaktiven Substanzen. Man sollte Frischware bevorzugen und diese so schnell wie möglich verzehren.

Durch Kalziumaufnahme ein geringeres Krebsrisiko?

Montag, 11. Januar 2010

Bei einer aktuellen, großangelegten, epidemiologischen Studie in USA hat das National Cancer Institute herausgefunden, dass sich Frauen durch die Aufnahme größerer Mengen an Kalzium vor verschiedenen Krebserkrankungen schützen können. Im Gegensatz dazu war dieser positive Effekt bei Männern allerdings nicht feststellbar.

Man hatte die Daten von rund 200 000 Frauen und fast 300 000 Männern ausgewertet, die über mehrere Jahre Informationen über ihre Ernährungsgewohnheiten und mögliche Einnahme von Nahrungsergänzungspräparaten angegeben hatten. Die Wissenschaftler setzten diese Daten in Beziehung zum stattlichen Krebsregister.

Bei den weiblichen Studienteilnehmern war bei einer täglichen Aufnahme von 1300mg Kalzium insgesamt das Krebsrisiko geringer. Besonders gravierend war der Schutz vor Tumoren im Verdauungstrakt, vor allem vor Dickdarmkrebs. Im Gegensatz dazu zeigten Männer lediglich ein geringeres Krankheitsrisiko bei Tumoren im Verdauungstrakt, aber keinen Schutz vor anderen Krebsarten.
Mit Verweis auf ältere Studien erklärten die Forscher, dass Kalzium offenbar in der Lage sei, übermäßiges Zellwachstum zu verhindern und dieses zusätzlich an Fettsäuren und Gallenflüssigkeit zu binden, was einen schützenden Effekt auf die Epithelschicht im Darm bewirken könne.

Bemerkenswert ist, dass dieser Schutz sowohl durch Nahrungsmittel (z.B. Milchprodukte) als auch über Nahrungsergänzungspräparate möglich ist.

Höhere Dosen reduzierten das Krebsrisiko nicht weiter.