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Der alte neue Standard in der Homöopathie: das Kent-Repertorium

Mittwoch, 25. März 2009

Seit zwei Wochen schreibe ich die beiden Homöopathie Lehrgänge des BTB um (Klassische Homöopathie und Klassische Veterinärhomöopathie). Sie werden auf das Kent-Repertorium abgestimmt. Im Gegensatz zum Synthesis-Repertorium hat dieses Buch, das ja als Nachschlagewerk gleichzeitig das Hauptarbeitsmittel des Homöopathen darstellt, viele Vorteile:

1.

Das Kent-Repertorium erscheint im Gegensatz zum Synthesis-Repertorium seit Jahrzehnten unverändert. Studenten und Homöopathen können mit dem Kent auch in Übungen Fälle nachrepertorisieren und kommen dann auf gleiche Ergebnisse. Wer den Synthesis 5 hat, kann seine Repertorisationen nicht vergleichen mit Homöopathen, die den Synthesis 7 oder gar die Auflage 9.1 besitzen. Jede Auflage ist anders struktuiert und enthält noch mehr Mittelnennungen. Das wird im Endeffekt dazu führen, dass in 10 Jahren der Synthesis 20.5 erscheint und alle Symptome fast alle Mittel aufweisen – um es einmal krass auszudrücken. Ja, ja, wenn ein Verleger von homöopathischen Repertorien glaubt, Strategien wie Bill Gates anwenden zu müssen, dann wird – meiner persönlichen Meinung nach – der Homöopathie-Wissenschaft kein guter Dienst erwiesen.

2.

Was gibt es noch für Vorteile beim Kent-Repertorium?

Der Haug-Verlag hat eine Sonderausgabe herausgebracht, die sage und schreibe nur 69 Euro kostet! Leute: zugreifen, so lange der Vorrat reicht!! Günstiger wird mans nie mehr wieder bekommen!

3.

Was passiert, wenn jede Ausgabe des Synthesis von der anderen abweicht? Es kann keine Sekundärliteratur dazu geben (Fallbesprechungen zum nachrepertorisieren), da ja kein einheitlicher Markt besteht. Somit schafft es der Verleger Herr X, ein Monpol zu schaffen. Zum Teufel mit der Homöopathie, wenn man den gesamten Rahm abschöpfen kann. Zumindestens für die Synthesis 9.1-Besitzer werde ich noch weiterhin Fälle aus meinem Praxisfundus zum Nachrepertorisieren im Blog veröffentlichen. Dann findet man zumindestens dort “Übungsmaterial”.

Es gibt für das Kent-Repertorium genügend Sekundärliteratur: Index-Verzeichnisse, aber auch Fälle zum Nachrepertorisieren. Allein EICHELBERGER hat in vier Büchern mehrere hundert Fälle veröffentlicht. Von den vieren sind zwei noch erhältlich.

Also, nicht traurig sein wenn man beim BTB den Homöopathie-Lehrgang mit dem Synthesis bestritten hat. Das Repertorium selbst ist ja nicht schlecht und lässt sich als Arbeitsgerät in der Praxis gut nutzen. Und Übungsmöglichkeiten mit dem Synthesis 9.1 gibt es in meinem Blog!

Ich lade ein zum Nachrepertorisieren und kommentieren.

Rolf Meyer

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