Artikel-Schlagworte: „Homöopathische Arbeitsmittel“

OpenRep-Vorabversion mit deutscher Menüführung ist fertig

Freitag, 11. September 2009

Unter “Downloads/Homöopathie” kann auf unserer Homepage www.NatureMed.de ab sofort die Vorabversion des OpenRep-Programms (PC-Repertorisation mit dem Kent) mit deutscher Menüführung heruntergeladen werden. Die Symptome sind noch in englischer Sprache aufgelistet, und ich hoffe, dass wir bis zum Frühjahr2010 alles übersetzen können.

In den nächsten Tagen werden wir auch die ins Deutsche übertragene  Hilfedatei ins Netz stellen.

Rolf Meyer

Das OpenRep als zukünftiger Standard in der Hömöopathie?

Donnerstag, 16. Juli 2009

Ein Artikel in Interviewform:

Jürgen Obst, Geschäftsführer und Schulleiter des BTB Bildungswerk für therapeutische Berufe,
interviewt
HP Rolf Meyer, Koordinator des German-OpenRep-Projektes

Worauf basiert das OpenRep?

Das OpenRep-PC-Programm basiert auf der Originalausgabe von Kents Repertorium. Diese Originalausgabe unterliegt mittlerweile nicht mehr dem Copyright und kann somit allen Homöopathen, Studierenden und Interessierten kostenlos zugänglich gemacht werden. Das PC-Programm selbst ist “Open-Source”, kann also frei heruntergeladen und genutzt werden. Voraussetzung hierfür ist, dass der Nutzer seinerseits nicht damit gewerblich handelt und Profite damit erwirtschaftet.

Wer ist Urheber des PC-Programms?

Der slowakische Programmierer und Homöopath Vladimir Polony. Er ist außerdem studierter Ökonom und wird die Verwertungstechnikmaschinerie der Verlage und IT-Firmen gut kennen. In Interviews hat Polony die Meinung geäußert, dass die Homöopathie von diesen Verwertungsmechanismen befreit werden sollte.

Ich persönlich habe die gleiche Ausbildung als Ökonom und Homöopath durchlaufen wie Herr Polony und kann ihm nur zustimmen. In verschiedenen Artikeln in meinem Blog habe ich mich mit dieser Problematik beschäftigt und sehe die Homöopathie mittlerweile in Mitleidenschaft gezogen.

Inwieweit wird die Homöopathie in Mitleidenschaft gezogen?

Häufig erscheinende Neuausgaben von Repertorien mit jeweils wechselnden Einteilungsstrukturen und die Hinzunahme von Symptomen aller möglichen weiterer Homöopathie-Autoren erzeugen eine diffuse Landschaft von scheinwissenschaftlichen Abhandlungen.

In den sogenannten “großen” synthethischen Repertorien wie dem Synthesis oder dem Complete-Repertorium ist es mittlerweile zu erheblichen Indifferenzen bei vielen Symptomennennungen gekommen. Da finden sich dann beispielsweise Mittel, die bekanntermaßen auf der rechten Körperseite stärker als auf der linken wirken – und umgekehrt – in dreifacher Wertigkeit auch auf der anderen Seite genannt werden. Das soll nur als ein Beispiel unter vielen gelten.

Dann kommen die verschiedenen PC-Programme, die wiederum nicht mit den Repertorien in Buchform übereinstimmen und ihrerseits nach Gewinnmaximierungsrichtlinien in immer schnelleren Abständen eine Versionsaktualisierung erfahren. Natürlich unterscheidet sich die alte Version dann von der neuen.

Was bleibt für ein Eindruck über die Homöopathie?

Zig auf dem Markt befindliche Systeme und Buchversionen erzeugen ein wirres Bild.
Fachdiskussionen über Fälle sind nur noch schwer möglich, ein Jeder kommt auf andere Ergebnisse. Den Skeptikern unter den Medizinern kann dies nur Recht sein, ist für sie diese Beliebigkeit im Ergebnis doch ein Beweis für die mangelnde Wissenschaftlichkeit der Homöopathie.

Sie übernehmen für das OpenRep-PC-Programm die Übersetzung der Originalausgabe des Kent-Repertoriums in die deutsche Sprache. Welcher Aufwand ist damit verbunden und warum fühlt Sie sich das BTB dafür verantwortlich?

Das German-OpenRep-Team besteht aus mehreren Studenten, die sich für das Projekt in ihrer freien Zeit zur Verfügung stellen. Wir rechnen beim BTB mit 6-8 Monaten Arbeit und mit einem nicht unerheblichen finanziellen Aufwand.

Warum macht das BTB das? Im Laufe der letzten Jahrzehnt haben wir etliche Therapeuten ausgebildet und sind stolz darauf, einen so wichtigen Beitrag für die Homöopathie geleistet zu haben. Sicherlich hat das BTB damit auch Geld verdient. Wir möchten der therapeutischen Gemeinschaft etwas zurückgeben. Wenn wir diese Aufgabe nicht stemmen können, wer dann (dann bräuchten wir einen deutschen Vladimir Polony – und solche Leute sind wirklich rar gesät!).

In dem deutschen OpenRep wollen Sie sich auf das Kent-Repertorium beschränken – warum? Hat Ihr englisches Pendant nicht sogar mehrere Repertorien integriert?

Das Kent-Repertorium reicht doch vollkommen aus. Das Werk beinhaltet fast 70.000 Symptome und zählt mehr als 600 Arzneimittel auf. Warum denn noch andere Werke wie z.B. das Boenninghausen-Repertorium mit hinzunehmen? Schlagen Sie doch in den großen lokalen und den allgemeinen Rubriken im Kent nach, dann haben Sie die Symptome nach Boenninghausen.

Und was, so glauben Sie, wird das Erscheinen des German-OpenRep bewirken?

Ich persönliche glaube und hoffe, dass dieses kostenlose Repertorisationsprogramm endlich wieder einen Standard schafft, an dem sich alle orientieren können. Zum professionellen Repertorisieren ist das Programm sehr gut geeignet.

Ein Nachteil des Original-Kents ist ja bekanntermaßen seine nicht immer durchgängig eingehaltene Einteilungsstruktur der Symptome. Aber das wird wettgemacht durch die komfortable Suchfunktion des Programms.

Das Erscheinen des Programms wird wahrscheinlich zu einigen Umwälzungen in der Homöopathieausbildung führen. Schriftliche Repertorien werden nicht mehr benötigt, da sich ein Jeder das German-OpenRep-Programm kostenlos herunterladen und damit arbeiten kann. Eine Gefahr sehe ich darin, dass Lernende dazu neigen könnten, durch die bequeme PC-Nutzung die Hierarchisierung der Symptome außer Acht zu lassen. Aber darauf werden sich die Ausbildungsinstitute mit Sicherheit einstellen und die notwendigen didaktischen Anpassungen vornehmen können.

Projekt “German-OpenRep” gestartet

Donnerstag, 16. Juli 2009

Es ist so weit: wir starten das Projekt “German-OpenRep”

OpenRep ist das einzige, wirklich kostenlose und frei verfügbare Repertorisationsprogramm (sogenanntes “Open-Source”-Programm), dass professionellen Ansprüchen genügt. Bisher ist es leider nur in englischer und spanischer Sprache nutzbar.

Wir haben uns dazu entschlossen, die deutsche Übersetzung zu übernehmen. Um alle 68.000 Originalsymptome des Kent-Repertoriums, die Programmmenüs und die Bedienungsanleitung ins Deutsche zu übertragen, werden wir wohl 6-8 Monate benötigen.

1/10 der Symptome haben wir bis jetzt übersetzen können – und auch die Bedienungsanleitung. Bis zum August soll die deutschsprachige Menüführung des Programms fertig gestellt sein. Dann werden wir die erste Programmversion ins Netz stellen können: die gesamte Programmführung in Deutsch, aber die Symptome noch in Englisch.

Ab August wird sich also jeder ein Bild von der Funktionalität des Programms machen können.

Wir fordern alle interessierten und motivierten Homöopathen auf, uns mit guten Ratschlägen und konstruktiver Kritik zur Seite zu stehen. Aus diesem Grund werden wir in den nächsten Tagen ein Diskussionsforum zu diesem Thema gründen und es auf die BTB-Homepage “www.NatureMed.de” stellen. Vielleicht können wir ja die eine oder andere Verbesserung in das Programm mit einfließen lassen.

Das Projekt-Team:
Übersetzungen

  • Laura Gommann (studiert Kunstgeschichte und Englisch)
  • Jonas Meyer (studiert European Studies)
  • Mathias Vogtländer (studiert European Studies)

Programmierung:

  • Joscha Körschgen (studiert Medieninformatik)

Leitung und fachliche Koordination

  • Rolf Meyer
v.l.n.r. Laura Gommann, Jonas Meyer, ..., Joscha Körschgen

Fragebogen für Allgemeinsymptome – kostenloser Download

Sonntag, 12. Juli 2009

Das BTB stellt verschiedene Versionen des mehrseitigen Fragebogens für Allgemeinsymptome kostenlos zur Verfügung. Folgende Versionen sind erhältlich auf unserer Internetseite

http://www.btb.info/downloads_homoeopathie.php.

- Humanmedizn: Fragebogen der Allgemeinsymptome – ohne Hinweise auf Repertorisationssymptome

- Humanmedizin: Fragebogen der Allgemeinsymptome – mit Hinweisen zum Synthesis-Repertorium

(- Humanmedizin: der Fragebogen mit Hinweisen zum Kent-Repertorium ist momentan in Arbeit)

- Veterinärmedizin: homöopathischer Symptomenerhebungsbogen mit integrierten Allgemeinsymptomen.

Kostenloser Download des Kent-PC-Repertorisationsprogramms -bisher leider nur in Englisch

Sonntag, 12. Juli 2009

Es gibt endlich Bewegung auf dem festgefahrenen Markt für homöopathische Repertorisation mit dem PC. Vladimir Polony, ein slowakischer Homöopath und PC-Programmierer, hat die englischsprachige Originalausgabe des Kent-Repertoriums in eine Datenbank übertragen lassen und hat in Java-Skript ein kleines, feines Repertorisationsprogramm dazu geschrieben. Er stellt es der Homöopathie-Community als Open-Source-Programm kostenlos zur Verfügung.

Mehr dazu im Interview auf folgender Seite: http://www.hpathy.com/interviews/Vladimir-Polony.asp

Damit sind die ersten Schritte hin zum Kent-Repertorium als altes/neues Standardwerk gemacht. Im Gegensatz zu den vielen auf dem Markt befindlichen Be- und Überarbeitungen unterliegt die Originalausgabe des Kent-Repertoriums keinem Copyright mehr.

Ich habe mir das Programm einmal angeschaut, es ist leicht und intuitiv zu bedienen und hat sogar eine Volltextsuchfunktion. Das Programm kann direkt von unserer Internetseite

http://www.btb.info/blog/btb-blog-homoopathie/ heruntergeladen werden.

Homöopathische Repertorisationsprogramme: die Konzentrationsprozesse auf dem Markt setzen sich fort

Dienstag, 26. Mai 2009

Sucht man in einschlägigen Fachkatalogen nach PC-Software zur homöopathischen Repertorisation, so findet man nur noch 1 Produkt: RADAR. Es kommt aus dem gleichen Verlag wie das Synthesis-Repertorium. Zugegeben, Leistungsumfang und die Handhabung der RADAR-Programme sind wirklich gut, da haben Herr R. und seine Entwickler ganze Arbeit geleistet. Was mich aber stört, genau wie im Buchbereich, ist, dass ein einzelner Anbieter sich anschickt, in naher Zukunft eine quasi monopolartige Stellung einzunehmen.

Die RADAR-Produzenten nutzen die in der PC-Welt übliche Strategie: dauernde Neuerscheinungen, jeweils mit Änderungen versehen und irgendwann auch nicht mehr abwärtskompatibel. Einen einheitlichen Standard gibt es nicht, es sei denn, ein Jeder kauft immer schön die neuste Version. Man kann ihnen diese Strategie nicht verübeln, sonst müsste man sich häufig auch an die eigene Nase packen.

Warum nur werden eigentlich in den Fachkatalogen nur noch RADAR-Programme angeboten?

Ich könnte mir gut vorstellen – das ist allerdings nur eine naheliegende Vermutung – dass der Produzent von RADAR Druck auf die Weiterverkäufer ausübt – nach dem Prinzip: “entweder meine Produkte allein, oder Du bist draußen vor”.

Eine weitere Möglichkeit wäre, dass es andere Anbieter schlichtweg nicht mehr gibt oder dass sie nicht mehr in der Lage sind, den Markt mit ihren Produkten zu beliefern. Ich habe das einmal bei zwei weiteren – noch verbliebenen – Anbietern getestet, mich als BTB-Leiter zu erkennen gegeben und Programme zum Testen angefordert. Der eine Anbieter bestand auf einem persönlichen Treffen, bevor es zur Auslieferung gekommen wäre (!) und der andere sandte mir eine Testversion zu, mit der man überhaupt nicht repertorisieren konnte.

Ich denke, die anderen Anbieter haben jahrelang geschlafen und sich auf ihren Lorbeeren ausgeruht. Die Dynamik von Radar und Synthesis hat sie schlichtweg überrollt. Mittlerweile kostet das Easy-Kent-Programm von RADAR 150 Euro während die anderen beiden Anbieter für Kent-Programme mit deutlich schlechterer Bedienbarkeit 500 bzw. 850 Euro haben wollen. Natürlich will dann keiner mehr deren Programme kaufen.

Was ist zu tun?

Nun, was kann man tun, um zu verhindern, dass letzten Endes nur noch ein Anbieter übrig bleibt, der die Homöopathen dann nur noch am Gängelband herumführt?
Hat jemand eine Idee?

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