Artikel-Schlagworte: „Garten und Gewürze“

Gewürze: meine Favoriten 2010

Dienstag, 24. August 2010


1. Fenchel

Die Vitalität des Fenchels ist schlichtweg unglaublich. Einmal gepflanzt benötigt er kaum Pflege. Die Samen lassen sich gut getrockent das ganze Jahr über aufbewahren. Fenchelsamen aus eigenem Anbau sind besser als die gekauften! Nicht nur als Tee ist (im Mörser gequetschter) Fenchel wunderbar, auch als Gewürz, z.B. für Fischgerichte oder bei einem Apfelauflauf.

2. Rotes Basilikum

Es gibt mehrere Arten von rotem bzw. rötlich “angehauchtem” Basilikum. Sie eignen sich zur Trocknung und Lagerung besser als die grünen Sorten. Natürlich sind sie einjährig und müssen jedes Jahr aufs Neue gepflanzt werden. Aber 3-4 Pflanzen, im Frühjahr auf dem Markt gekauft und ab Mitte Mai ausgepflanzt, reichen aus für einen Jahresverbrauch. Es werden immer wieder die obersten Triebe abgezwickt. Dadurch wird die Pflanze breiter und auch sehr viel größer.

3. Thai-Basilikum

Hat eine starke Würzkraft, riecht basilikumartig mit einem Einschlag von Lakritz. Sehr gut geeignet für alle indischen und asiatischen Gerichte. Ein Fischcurry mit Thaibasilikum: wunderbar! Es läßt sich gut trockenen und behält -entsprechend gelagert – lange Zeit seine Würzkraft. Zur Förderung der Pflanzengröße die gleiche Maßnahme treffen wie beim oben genannten Basilikum.

4. Chilli

Chillipflanzen dürfen natürlich nicht fehlen. 8-10 Pflanzen müssten für einen 4-Personenhaushalt für ein Jahr reichen. Pflanzen im Frühjahr auf dem Markt kaufen, Mitte Mai auspflanzen. Die ROTEN Schoten ernten und trocknen. Die Schärfe hält sich ca. ein Jahr. Danach gibts ja wieder die neue Ernte. Hier keine Triebspitzen ausbrechen, die Pflanze in Ruhe wachsen lassen, sie erreicht auch ohne unser Zutun eine beachtliche Größe.



Rolf Meyer

Heilpflanzen, Obst und Gemüse: die Schulungsgärten an der Lobirke – Neuer Lehrgang zum ganzheitlichen Gartenberater

Montag, 23. August 2010

Unser Heilpflanzen- und Gemüsegarten: hier schießen wir unsere Fotos für die Lehrgänge Heilpflanzenkunde, Ernährungsberatung, Ernährungsmedizin und Gesundheitspädagoge

Ein wichtiger Aspekt unser gärtnerischen Bemühungen ist, herauszufinden, welche Pflanzen sich in einem Kleingarten zur Selbstversorgung eignen: sowohl hinsichtlich des  Arbeitsaufwandes und Ertrags als auch hinsichtlich der gesundheitlichen Wirkungen.

Ein Obstgarten zu Schulungs- und Anschauungszwecken ist im Aufbau. Im nächsten Jahr werden wir einen Lehrgang zum ganzheitlichen Gartenberater anbieten. Dafür sind auch Obstbaumschnittkurse vorgesehen.

Wie groß sollte ein Garten sein?

Bei welchem Gemüse lohnt sich der Anbau?

Welche Kräuter sollten im Garten stehen, welche Gewürze sind wirklich lohnenswert?

Welche Obstsorten können auch im kühlen Mittelgebirgsklima gedeihen?

Hochstamm, Halbstamm oder Busch?  Fressen die Vögel alles auf oder darf ich auch selbst mal eine Kirsche essen?

Wie wirkt sich mein Selbstangebautes auf meine Gesundheit aus?

Was kann ich lagern?  Wie kann ich lagern? Wie hoch ist der Aufwand?

Fragen, zu denen Sie bei Gartenberatungen sicher Stellung nehmen können – nach der Absolvierung des neuen Lehrgangs.

Der Lehrgang wird als Zusatzausbildung für Landschaftsarchitekten, Gärtner, Gesundheitspädagogen, Ernährungsberater und Heilpraktiker von großem Wert sein.


Streuobstwiesenäpfel, Teil 4: die Auslese

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Geeignet auch für das raue Klima der Mittelgebirge

A?pfel mit 3-Sterne-Bewertung

Aderleber Calvill

Gewu?rzfeuerwerk: Aroma nach Birnen- und su?ßen Beeren; Geschmack su?ß, mit etwas Sa?ure, hervorragender, sehr edler Geschmack, erdbeer-, birnenartig; Konsistenz: knackig, saftig, fest, sehr gut; besondere Qualita?t: +++

Gartenmeister Simon

Aroma vielschichtig, veilchenartig; Su?ße mit genu?gend Sa?ureanteil, Geschmack hervorragend: weinig, leicht marzipanartig, vielschichtig, ohne zu sehr gewu?rzt zu sein; saftig; besondere Qualita?t: +++

Gravensteiner

Intensives, wu?rziges Aroma; wu?rzig, su?ß, etwas eindimensional, aber sehr edel, hervorragend; Konsistenz: wird schnell mu?rbe;besondere Qualita?t: +++

Kaiser Wilhelm

Leichtes Rosenaroma; Geschmack fruchtig, trotzdem mild, sehr gutes Zucker-Sa?ure-Verha?ltnis, sehr lecker; Konsistenz: knackig, saftig; besondere Qualita?t: +++

Nathusius (Taubenapfel)

Rosenartiges Aroma; ausgezeichneter Geschmack, erdbeerartig, sehr su?ß, etwas Sa?ure, edel; Konsistenz: knackig, saftig; besondere Qualita?t: +++

Roter Bellefleur

Aroma leicht weinig; hervorragender, leicht weiniger Geschmack mit Tiefe, hoher Zuckergehalt mit genu?gend Sa?ure; Konsistenz: knackig, saftig, fest; besondere Qualita?t: +++

Scho?ner aus Scho?nlind

Aroma leicht ananasartig; Sehr edler, wu?rzig-weiniger Geschmack, erstklassig, su?ß-sa?uerlich; Konsistenz: saftig;besondere Qualita?t: +++

Topaz

Hervorragender Geschmack, aber unparfu?miert und mit wenig Wu?rze, hoher Zuckergehalt mit geringer Sa?ure; Konsistenz: knackig, sehr saftig; besondere Qualita?t: +++

Westfa?lischer Gu?lderling

Hervorragender Geschmack ohne Parfu?m, sehr gutes Su?ße-Sa?ureverha?ltnis, ausgezeichnet; Konsistenz: fest, saftig; besondere Qualita?t: +++

Wu?ber Rambour

Aroma beerenartig; Geschmack: edle Wu?rze, hohe Su?ße mit leichter Sa?ure, hervorragend; Konsistenz: knackig, saftig; besondere Qualita?t: +++

Besonders aromatische A?pfel

Adamsapfel

Aroma himbeerig, feinwu?rzig; ausgewogenes Zucker-Sa?ureverha?ltnis, ausgezeichneter Geschmack: etwas bitter und mandelig im Nachgang; Konsistenz: saftig; besondere Qualita?t: ++

Aderleber Calvill

Gewu?rzfeuerwerk: Aroma nach Birnen- und su?ßen Beeren; Geschmack su?ß, mit etwas Sa?ure, hervorragender, sehr edler Geschmack, erdbeer-, birnenartig; Konsistenz: knackig, saftig, fest, sehr gut; besondere Qualita?t: +++

Antonovka

Stark parfu?miert, Aroma mit Su?ßholznote und Ananas; Geschmack feinwu?rzig weinig, etwas lakritzig; Konsistenz: wird schnell mu?rbe; besondere Qualita?t: + (etwas ganz Besonderes aufgrund der starken Parfu?mierung)

Croncels

Aroma muskatartig; Geschmack weinartig, edel; Konsistenz: wird schnell mu?rbe, weich;
besondere Qualita?t: ++

Du?lmener Rosenapfel

Blumiges Aroma; Geschmack: ausgewogenes Zucker-Sa?ureverha?ltnis, sehr guter Geschmack: gewu?rzt, pfirsichartig; Konsistenz: wird schnell mu?rbe; besondere Qualita?t: ++

Grahams Jubila?umsapfel

Aroma edel parfu?miert, wein- und erdbeerartig; gutes Su?ß-Sa?ureverhaltnis; Konsistenz: wird schnell mu?rbe, bleibt aber saftig

Gravensteiner

Intensives, wu?rziges Aroma; wu?rzig, su?ß, etwas eindimensional, aber sehr edel, hervorragend; Konsistenz: wird schnell mu?rbe; besondere Qualita?t: +++

Kaiser Wilhelm

Leichtes Rosenaroma; Geschmack fruchtig, trotzdem mild, sehr gutes Zucker-Sa?ure-Verha?ltnis, sehr lecker; Konsistenz: knackig, saftig; besondere Qualita?t: ++

Ko?niglicher Kurzstiel

Mildes Aroma, leicht bananenartig; Geschmack wu?rzig, weinig, sehr gutes Sa?ure-Zuckerverha?ltnis, leicht sauer im Abgang; Konsistenz: fest; besondere Qualita?t: +

Morgenduft

Veilchenaroma, leichte Lakritznote, parfu?miert; hoher Zuckergehalt, ha?lt aber mit dem Aroma nicht mit, keine Sa?ure, daher eher eindimensional; Konsistenz: grobzellig

Schieblers Taubenapfel

Geschmack weinig, wu?rzig, sehr su?ß, edel; Konsistenz: saftig; besondere Qualita?t: ++

Scho?ner aus Scho?nlind

Aroma leicht ananasartig; Sehr edler, wu?rzig-weiniger Geschmack, erstklassig, su?ß-sa?uerlich; Konsistenz: saftig; besondere Qualita?t: +++

Sommermarchanska

Aroma marzipanartig; Geschmack su?ß, marzipanartig; Konsistenz: wird schnell mu?rbe; besondere Qualita?t: ++

Thurgauer Weinapfel

Aroma leicht erdbeerartig; ausgepra?gter Muskatgeschmack, lecker, Su?ße mit etwas spitzer Sa?ure; Konsistenz: knackig, fest, saftig; besondere Qualita?t: +

Wu?ber Rambour

Aroma beerenartig; Geschmack: edle Wu?rze, hohe Su?ße mit leichter Sa?ure, hervorragend; Konsistenz: knackig, saftig; besondere Qualita?t: +++

Trocknen und Aufbewahren von Kräutern

Freitag, 11. September 2009

Einen Kräuterschnitt gibts bei mir 2 x im Jahr: Anfang bis Mitte Juli und dann noch einmal Anfang bis Mitte September.

Besser ist es, den Julischnitt aufzubewahren: Die Pflanzen enthalten aufgrund der höheren Sonnenscheindauer und -intensität mehr Wirkstoffe. Und das Schnittgut trocknet schneller.

Was ich vom Septemberschnitt nicht frisch nutzen kann, gebe ich auf den Kompost oder nutze ihn als Beetmulch. Der Septemberschnitt ist äußerst wichtig, da es bei uns im Bergischen Land ab diesem Monat ziemlich feucht wird, und die Pflanzen von unten her abfaulen. Das sieht auf den Beeten dann ziemlich unschön aus.

Werden Kräuter getrocknet, so sollten die Pflanzen weder zerkleinert noch die Blätter von den Stengeln entfernt werden. Ich lege die abgeschnittenen, ganzen  Stengel einfach an einen schattigen, aber warmen Ort im Haus. Nach 1-2 Wochen ist das Schnittgut trocken und kann gelagert werden. Gewürzkräuterstengel können bei Bedarf nach der Trocknung vorsichtig noch etwas zerkleinert werden, damit sie besser in ein Lagergefäß passen. Als Lagergefäße haben sich große emaillierte Dosen sehr bewährt – die gibt es preisgünstig in Ikea-Shops.

Es gibt zwei Heilkräuterarten, die sind so empfindlich, dass die Stengel nur im Ganzen gelagert werden sollten: die Zitronenmelisse und die Marrokkanische Minze. Hier werden die großen Stengel ganz vorsichtig in dünne Mülbeutel gesteckt. Diese Beutel können dann im Keller trocken gelagert werden. Bei Bedarf nimmt man dann vorsichtig ein bis zwei Stengel aus dem Beutel. Erste wenn das Aufgusswasser kocht, entfernt man vorsichtig die Blätter von den Stengeln und gibt sie in die Kanne.

Helle Flecken auf den Salbeipflanzen

Freitag, 15. Mai 2009

Vor eingen Tagen habe ich auf einer Salbeipflanze helle Flecken entdeckt. Die Blätter fangen dann an, sich einzurollen.

Das Ganze verbreitet sich mit ziemlicher Geschwindgkeit. Momentan ist fast schon die ganze Salbei-Anpflanzung betroffen.

Hat jemand eine Ahnung, was das ist, und was man dagegen tun kann?

salbei-krank1

salbei-krank2

Standortwechsel beim Liebstöckel

Sonntag, 10. Mai 2009

Die Liebstöckelpflanze (Levisticum officinale) ist ein ähnlicher “Stinker” wie der Wermut. Der süßliche Geruch des Wermuts ist auf den Thujongehalt der Pflanze zurückzuführen. Der eher würzige starke Geruch von Levisticum erinnert an die Suppenwürze “Maggi” und ist eine Folge der Cumarine.

Der Liebstöckelanbau kennt eine Besonderheit: er mag es nicht gerne jahrelang am gleichen Standort. An demselben Platz neigt die Pflanze dazu, sich zu erschöpfen und nur noch spärlich auszutreiben.

Alle paar Jahre sollten junge Wurzeltriebe in ein neues Beet gesetzt werden. liebstockelanpflanzung

Auf dem Bild sieht man junge Liebstöckelpflanzen, die neu neben einer 1 Jahr alten Staude gesetzt wurden. Dort können Sie 3-4 Jahre stehen bleiben.

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