Archiv für Oktober 2009

Streuobstwiesenäpfel, Teil 4: die Auslese

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Geeignet auch für das raue Klima der Mittelgebirge

A?pfel mit 3-Sterne-Bewertung

Aderleber Calvill

Gewu?rzfeuerwerk: Aroma nach Birnen- und su?ßen Beeren; Geschmack su?ß, mit etwas Sa?ure, hervorragender, sehr edler Geschmack, erdbeer-, birnenartig; Konsistenz: knackig, saftig, fest, sehr gut; besondere Qualita?t: +++

Gartenmeister Simon

Aroma vielschichtig, veilchenartig; Su?ße mit genu?gend Sa?ureanteil, Geschmack hervorragend: weinig, leicht marzipanartig, vielschichtig, ohne zu sehr gewu?rzt zu sein; saftig; besondere Qualita?t: +++

Gravensteiner

Intensives, wu?rziges Aroma; wu?rzig, su?ß, etwas eindimensional, aber sehr edel, hervorragend; Konsistenz: wird schnell mu?rbe;besondere Qualita?t: +++

Kaiser Wilhelm

Leichtes Rosenaroma; Geschmack fruchtig, trotzdem mild, sehr gutes Zucker-Sa?ure-Verha?ltnis, sehr lecker; Konsistenz: knackig, saftig; besondere Qualita?t: +++

Nathusius (Taubenapfel)

Rosenartiges Aroma; ausgezeichneter Geschmack, erdbeerartig, sehr su?ß, etwas Sa?ure, edel; Konsistenz: knackig, saftig; besondere Qualita?t: +++

Roter Bellefleur

Aroma leicht weinig; hervorragender, leicht weiniger Geschmack mit Tiefe, hoher Zuckergehalt mit genu?gend Sa?ure; Konsistenz: knackig, saftig, fest; besondere Qualita?t: +++

Scho?ner aus Scho?nlind

Aroma leicht ananasartig; Sehr edler, wu?rzig-weiniger Geschmack, erstklassig, su?ß-sa?uerlich; Konsistenz: saftig;besondere Qualita?t: +++

Topaz

Hervorragender Geschmack, aber unparfu?miert und mit wenig Wu?rze, hoher Zuckergehalt mit geringer Sa?ure; Konsistenz: knackig, sehr saftig; besondere Qualita?t: +++

Westfa?lischer Gu?lderling

Hervorragender Geschmack ohne Parfu?m, sehr gutes Su?ße-Sa?ureverha?ltnis, ausgezeichnet; Konsistenz: fest, saftig; besondere Qualita?t: +++

Wu?ber Rambour

Aroma beerenartig; Geschmack: edle Wu?rze, hohe Su?ße mit leichter Sa?ure, hervorragend; Konsistenz: knackig, saftig; besondere Qualita?t: +++

Besonders aromatische A?pfel

Adamsapfel

Aroma himbeerig, feinwu?rzig; ausgewogenes Zucker-Sa?ureverha?ltnis, ausgezeichneter Geschmack: etwas bitter und mandelig im Nachgang; Konsistenz: saftig; besondere Qualita?t: ++

Aderleber Calvill

Gewu?rzfeuerwerk: Aroma nach Birnen- und su?ßen Beeren; Geschmack su?ß, mit etwas Sa?ure, hervorragender, sehr edler Geschmack, erdbeer-, birnenartig; Konsistenz: knackig, saftig, fest, sehr gut; besondere Qualita?t: +++

Antonovka

Stark parfu?miert, Aroma mit Su?ßholznote und Ananas; Geschmack feinwu?rzig weinig, etwas lakritzig; Konsistenz: wird schnell mu?rbe; besondere Qualita?t: + (etwas ganz Besonderes aufgrund der starken Parfu?mierung)

Croncels

Aroma muskatartig; Geschmack weinartig, edel; Konsistenz: wird schnell mu?rbe, weich;
besondere Qualita?t: ++

Du?lmener Rosenapfel

Blumiges Aroma; Geschmack: ausgewogenes Zucker-Sa?ureverha?ltnis, sehr guter Geschmack: gewu?rzt, pfirsichartig; Konsistenz: wird schnell mu?rbe; besondere Qualita?t: ++

Grahams Jubila?umsapfel

Aroma edel parfu?miert, wein- und erdbeerartig; gutes Su?ß-Sa?ureverhaltnis; Konsistenz: wird schnell mu?rbe, bleibt aber saftig

Gravensteiner

Intensives, wu?rziges Aroma; wu?rzig, su?ß, etwas eindimensional, aber sehr edel, hervorragend; Konsistenz: wird schnell mu?rbe; besondere Qualita?t: +++

Kaiser Wilhelm

Leichtes Rosenaroma; Geschmack fruchtig, trotzdem mild, sehr gutes Zucker-Sa?ure-Verha?ltnis, sehr lecker; Konsistenz: knackig, saftig; besondere Qualita?t: ++

Ko?niglicher Kurzstiel

Mildes Aroma, leicht bananenartig; Geschmack wu?rzig, weinig, sehr gutes Sa?ure-Zuckerverha?ltnis, leicht sauer im Abgang; Konsistenz: fest; besondere Qualita?t: +

Morgenduft

Veilchenaroma, leichte Lakritznote, parfu?miert; hoher Zuckergehalt, ha?lt aber mit dem Aroma nicht mit, keine Sa?ure, daher eher eindimensional; Konsistenz: grobzellig

Schieblers Taubenapfel

Geschmack weinig, wu?rzig, sehr su?ß, edel; Konsistenz: saftig; besondere Qualita?t: ++

Scho?ner aus Scho?nlind

Aroma leicht ananasartig; Sehr edler, wu?rzig-weiniger Geschmack, erstklassig, su?ß-sa?uerlich; Konsistenz: saftig; besondere Qualita?t: +++

Sommermarchanska

Aroma marzipanartig; Geschmack su?ß, marzipanartig; Konsistenz: wird schnell mu?rbe; besondere Qualita?t: ++

Thurgauer Weinapfel

Aroma leicht erdbeerartig; ausgepra?gter Muskatgeschmack, lecker, Su?ße mit etwas spitzer Sa?ure; Konsistenz: knackig, fest, saftig; besondere Qualita?t: +

Wu?ber Rambour

Aroma beerenartig; Geschmack: edle Wu?rze, hohe Su?ße mit leichter Sa?ure, hervorragend; Konsistenz: knackig, saftig; besondere Qualita?t: +++

Bitterstoffe – Wegwarte – Salat

Dienstag, 13. Oktober 2009

Die Wegwarte gilt als Ursprungspflanze der verschiedensten Salatsorten, die heutzutage angeboten werden. Salat ist aufgrund seiner Bitter- und Scheimstoffe äußerst wohltuend für die Verdauung.  Als Beilage macht er Speisen im allgemeinen leichter verdaulich und fördert die Sekretion der Verdauungssäfte.

Wegwarte

Ich persönlich möchte auf frischen Salat am besten das ganze Jahr über nicht verzichten. Im Sommer und im Herbst kann ich auf eigenen Salat aus dem Garten zurückgreifen.
Besonders im Winter, wenn ich im Geschäft Pflanzen kaufen soll, die im Gewächshaus gewachsen sind, schmeckt man das besonders deutlich heraus.

Es gibt einen Salat, der äußerst wuchsfreudig ist und sogar Frost verträgt: der sogenannte “Zicchoriensalat” oder Zuckerhut. Ausgesät in der ersten Junihälfte wächst er bis zum Winter zu Riesenköpfen heran. Oft genug gehe ich im Winter durch den Schnee in den Garten und hole mir einen Kopf, der unter einer dicken Schneeschicht verborgen ist. Die ersten Blätter sind angefroren. Entfernen wir diese, können wir den inneren Kern verwenden.

Ganz einfach in dünne Ringe schneiden, 10 Minuten in Salzwasser legen (senkt die Bitterstoffkonzentration und macht ihn wohlschmeckender), abwaschen und zubereiten. Herrlich!

Der Zuckerhut macht im Garten gar keine Probleme. Schnecken mögen ihn nicht, und er stellt auch keine besonderen Ansprüche an den Boden. Er kann leicht in zweiter Frucht angebaut werden, also direkt neben dem frühen Gemüse. Ist dies abgeerntet, hat er genug Platz zum Wachsen.
Zichorien2
Dieser Supersalat ist leider zu unbekannt. Im nächsten Jahr werde ich Anfang Juni im Blog an den Aussaattermin erinnern.

Hautausschläge im Gesicht

Dienstag, 13. Oktober 2009

Eine Frau, 65 Jahre alt, kommt in die Praxis. Sie klagt über fleckige Hautausschläge im Gesicht. Diese träten des Öfteren auf, besonders nach Gemütserregungen jeglicher Art. Die Ausschläge gingen einher mit Schwellungen der befallenen Stellen. Nach einiger Zeit würde die Symptomatik dann wieder verschwinden, aber das häufige Auftreten in Gesellschaft würde ihr sehr unangenehm sein.

Die Untersuchung der Patientin ergibt nichts Besonderes: Puls regelmäßig, Blutdruck mit 155/95 etwas erhöht. Sie gibt an, einen zu hohen Cholesterinwert zu haben, dieser sei aber genetisch bedingt. Sie hat darüber hinaus ein auffallend blasses Gesicht, das wäre für sie normal, sagt sie.

Auf weiteres Befragen gibt die Patientin noch an:
Durch die Flecken im Gesicht hätte sie schon eine Abneigung gegen Gesellschaft entwickelt. Sobald die Hautausschläge da sind, spüre sie eine große Traurigkeit. Vor einiger Zeit hätte sie auch eine Gürtelrose gehabt.

Die chinesische Pulsdiagnostik zeigt eine ausgeprägte Überfülle im Lungen- und eine Schwäche im Magenmeridian.Im Einzelnen: Lu++, 3E-, KS+, Ma—, Le+, Ga-. Die Überfülle des Lungenmeridians ist Ausdruck ihrer Neigung zu Hautausschlägen, besonders nach Aufregung. Ich setze folgende Akupunkturnadeln: Lu7, Lu5, KS6, Ma36, Le2, Le3, N8.

Zur Stärkung der Magenenergie verschreibe ich ihr Tinct. taraxacum 20.0 und Tinct. viola tricolor 20.0. als Mischung, 3 x 10 Tr. vor dem Essen, aufgelöst in etwas Wasser. Taraxacum ist eines der Hauptbitterstoffmittel und Viola tricolor ist angezeigt bei Hauterkrankungen.

Zum Schluss gebe ihr einen Fragebogen der Allgemeinsymptome mit und bitte sie, ihn ausgefüllt wieder an die Praxis zurückzuschicken. Unter anderem sind folgende Symptome zu entnehmen: verträgt keine Hitze, häufiger Fußschweiß, Abneigung gegen Fleisch, Schwellung der Füße, besonders nach langem Stehen, ist sehr ungeduldig,

Nach der Repertorisation kamen 2 homöopathische Mittel in die engere Wahl: Sepia und Sulfur. Ich entschied mich für Sepia LM 18 Dil, jeden 2. Morgen 5 Tr., Flasche vor jeder Einnahme 10 x kräftig schütteln.

Nach 8 Wochen kommt die Patientin wieder in die Praxis. In der Patientenakte steht: Allgemeinzustand gut durch Sepia, alle Hautbeschwerden sind verschwunden und nicht mehr wiedergekommen. Sepia wirkt sehr gut. In den letzten Tagen nur jeweils ein leichtes Unwohlsein nach Einnahme der Kräutermischung.

Die Patientin soll daraufhin alle Medikamente absetzen.

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