Einen Kräuterschnitt gibts bei mir 2 x im Jahr: Anfang bis Mitte Juli und dann noch einmal Anfang bis Mitte September.
Besser ist es, den Julischnitt aufzubewahren: Die Pflanzen enthalten aufgrund der höheren Sonnenscheindauer und -intensität mehr Wirkstoffe. Und das Schnittgut trocknet schneller.
Was ich vom Septemberschnitt nicht frisch nutzen kann, gebe ich auf den Kompost oder nutze ihn als Beetmulch. Der Septemberschnitt ist äußerst wichtig, da es bei uns im Bergischen Land ab diesem Monat ziemlich feucht wird, und die Pflanzen von unten her abfaulen. Das sieht auf den Beeten dann ziemlich unschön aus.
Werden Kräuter getrocknet, so sollten die Pflanzen weder zerkleinert noch die Blätter von den Stengeln entfernt werden. Ich lege die abgeschnittenen, ganzen Stengel einfach an einen schattigen, aber warmen Ort im Haus. Nach 1-2 Wochen ist das Schnittgut trocken und kann gelagert werden. Gewürzkräuterstengel können bei Bedarf nach der Trocknung vorsichtig noch etwas zerkleinert werden, damit sie besser in ein Lagergefäß passen. Als Lagergefäße haben sich große emaillierte Dosen sehr bewährt – die gibt es preisgünstig in Ikea-Shops.
Es gibt zwei Heilkräuterarten, die sind so empfindlich, dass die Stengel nur im Ganzen gelagert werden sollten: die Zitronenmelisse und die Marrokkanische Minze. Hier werden die großen Stengel ganz vorsichtig in dünne Mülbeutel gesteckt. Diese Beutel können dann im Keller trocken gelagert werden. Bei Bedarf nimmt man dann vorsichtig ein bis zwei Stengel aus dem Beutel. Erste wenn das Aufgusswasser kocht, entfernt man vorsichtig die Blätter von den Stengeln und gibt sie in die Kanne.





