Archiv für Mai 2009

Liebeskummer – Repertorisation mit dem Synthesis 9.1 / Auflösung später

Freitag, 15. Mai 2009

Die Freundin eines jungen Mannes hatte  “mit ihm Schluss gemacht”. Das macht ihm erheblich zu schaffen. Es entwickeln sich Gemütssymptome und auch körperliche Beschwerden. Hierbei sind die körperlichen die Begleitsymptome der Gemütsbeschwerden, die im Vordergrund stehen und die behandelt werden sollen.

Der Patient leidet still vor sich hin, seine Reaktionen sind sehr verhalten. Nur seine starke Launenhaftigkeit fällt auf, er ist sehr mürrisch und grübelt vor sich hin. Der junge Mann sieht sehr blass aus. Außerdem hat sich in den letzten Tagen ein Ekzem am Ellenbogen entwickelt.

Folgende Symptome werden repertorisiert:

Beschwerden durch Kummer

Stiller Kummer

Beschwerden nach enttäuschter Liebe

Brütet, grübelt

Launenhaftigkeit

Blasse Gesichtsfarbe

Hautausschlag: Ekzem

Das Mittel liegt klar auf der Hand und passt wie angegossen. Welches hat geholfen?

Möchte jemand Vorschläge machen?

Auflösung folgt.

Helle Flecken auf den Salbeipflanzen

Freitag, 15. Mai 2009

Vor eingen Tagen habe ich auf einer Salbeipflanze helle Flecken entdeckt. Die Blätter fangen dann an, sich einzurollen.

Das Ganze verbreitet sich mit ziemlicher Geschwindgkeit. Momentan ist fast schon die ganze Salbei-Anpflanzung betroffen.

Hat jemand eine Ahnung, was das ist, und was man dagegen tun kann?

salbei-krank1

salbei-krank2

Lein (Linim usit.) und Omega 3 – Fettsäuren: Wirkungen und Grenzen

Mittwoch, 13. Mai 2009

Sehen wir einmal ab von der leicht abführenden Wirkung der Leinsamen (durch die Schleimstoffe), werden die positiven von Lein durch den Gehalt an Omega 3 – Fettsäuren bestimmt. Im Vergleich zu anderen pflanzlichen Ölen verfügt Leinöl über den höchsten Anteil an essentiellen Fettsäuren (=Omega 3 – Fettsäuren):

  • Leinöl = 49 % Omega 3 – Fettsäuren
  • Hanföl = 20 %
  • Rapsöl = 10 %
  • Olivenöl = 1 %
  • Sonnenblumenöl = 0,5 %.

Weitere wichtige Lieferanten von essentiellen Fettsäuren sind Öle von Seefischen wie Makrele, Sardine, Lachs, Heilbutt usw.

Omega 3 – Fettsäuren verbessern die Sauerstoffversorgung der Körperzellen, wirken gegen Krebs, schützen vor Infektionen und aggressiven Radikalen. Sie helfen, den Cholesterinspiegel zu senken und schützen somit vor Herz- Kreislauferkrankungen. Gerade die antisklerotische Wirkung wird in der Werbung oft angepriesen, steht aber auch außer Zweifel.

Jetzt haben neuste Untersuchungen gezeigt, dass es bei der gefäßprotektiven Wirkung aber auch Grenzen gibt. Bei Patienten, die an schwerer koronarer Herzerkrankung leiden und medikamentös gut eingestellt sind, wirken Omega 3 – Fettsäuren nicht noch zusätzlich positiv. Die medikamentöse Einstellung besteht aus mehreren Faktoren:
- Betablocker
- blutdrucksenkende Mittel
- Acetysalizylsäure zur Blutverdünnung und
- Statine zur Cholesterinsenkung.

Häufig werden von den Patienten noch zusätzlich Tabletten mit einem hohen Anteil an Omega 3 – Fettsäuren genommen in dem Glauben, zusätzlich noch etwas Gutes für die Gefäße zu tun. Diese Maßnahme bleibt aber dann wirkungslos, wenn  die oben beschriebene “leitliniengerechte” medikamentöse Therapie eingeleitet wurde.

Ergebnisse der Doppelblindstudie von Prof. Jochen Senges, Klinikum Ludwigshafen, entnommen aus www.medizin-online.de, Springer-Verlag

Omega 3- Fettsäuren, Wirkungen und Grenzen

Die Verwässerung homöopathischer Mitteldifferenzierung durch immer neue Repertorien

Montag, 11. Mai 2009

Die Verwässerung homöopathischer Mitteldifferenzierung durch immer neue Repertorien

Die einschlägigen Wirkungen der bekanntesten homöopathischen Mittel wurden von den klassischen Homöopathen im 19. und dem beginnenden 20. Jahrhundert hinreichend geprüft. Die Tatsache, dass Homöopathen der heutigen Zeit bei den gleichen Arzneien immer neue Symptome herausfinden und dokumentieren, ist unlogisch und erweist der Wissenschaft keinen guten Dienst.

Wir können doch wohl davon ausgehen, dass die Arzneiwirkungen von beispielsweise Lachesis oder Lycopodium über die gesamte Zeit gleich geblieben sind. An den folgenden Beispielen soll aufgezeigt werden, wie die Herausgabe immer neuerer und umfangreicherer Repertorien zur Indifferenz homöopathischer Mittelbilder führt.

1. Beispiel Lachesis

Lachesis gilt als DAS linksseitige Mittel!

KENT führt in seinem Repertorium unter Modalitäten, Seiten links Lachesis als dreiwertiges Mittel auf. Als rechtsseitiges Mittel ist Lachesis dort überhaupt nicht genannt. Dies entspricht auch der linksseitigen Spezifikation von Lachesis.Auch das SYNTHESIS-Repertortium, Ausgabe 7, enthält wie der KENT Lachesis als dreiwertiges linksseitiges Mittel und keine Nennung als rechtsseitiges.

Aber dann wird das Schema durchbrochen: Das SYNTHESIS-Repertorium, Ausgabe 9.1, enthält Lachesis als dreiwertiges linksseitiges und dann gleichzeitig aber auch als dreiwertiges rechtsseitiges Mittel! Auch das REPERTORIUM UNIVERSALE ordnet Lachesis eine jeweils dreiwertige Links- und Rechtsseitigkeit zu.

2. Beispiel Lycopodium

Lycopodium gilt als DAS rechtsseitige Mittel!

Auch hier wieder die gleichen Tendenzen. Während das KENT-Repertorium und auch das Synthesis 7 diesem Ergebnis der klassischen Arzneimittelprüfungen entsprechen, verwässern das SYNTHESIS 9.1 und das REPERTORIUM UNIVERSALE die Mittelbilder, indem hochwertige Nennungen auch für die linke Seite erscheinen.

Was vormals genau differenziert war, ist jetzt ein Einheitsbrei geworden. Nun wirken also sowohl Lachesis als auch Lycopodium in stärkstem Maße 3-wertig rechts und auch links – na so was!

Diese Beispiele ließen sich beliebig fortsetzen. Als Fazit bleibt:

a) Eigenartige Symptomenvermehrung
Durch die Herausgabe immer neuer Repertorien steigt wohl das Einkommen der Verlage, aber der seriösen Homöopathie wird dadurch die Grundlage entzogen. Alles wird letztendlich nur noch zu einem Einheitsbrei vermischt. Je mehr neue Repertorien erscheinen, desto mehr Symptome finden sich bei den Mitteln.

b) Zerstörung der homöopathischen Fachdiskussion
Darüber hinaus wird mit jedem neu aufgelegten Werk die Einteilungskriterien der vorhergehenden Repertorien konterkariert. Das SYNTHESIS ist ein besonders gutes Beispiel dafür. Damit schafft es der Verleger, jedes neue Werk als “überarbeitet” und dementsprechend vorteilhaft erscheinen zu lassen. Da dann viele unterschiedliche Werke auf dem Markt sind, gibt es auch keine einheitlichen Repertorisationsergebnisse mehr. Gemeinsame Fallbesprechunge auf breiter Basis gehören somit der Vergangenheit an.

Probleme mit der Beetbegrenzung bei den Minzearten

Montag, 11. Mai 2009

Alle Minzearten neigen zum Wuchern. Um zu verhindern, dass die Pflanzen nach einiger Zeit zwischen den Steinen der Gehwege emporsprießen, ist ein regelmäßiges Kürzen der Ausläufer oder eine 20 cm tief ins Erdreich eingelassene Abgrenzung erforderlich.

marokkanische-minze

Im ersten Bild sind die Ausläufer der Marokkanischen Minze zu sehen. Dadurch vermehren sich die Pflanzen. Die Ausläufer wachsen meist unterirdisch weiter und sind äußerst robust.

pfefferminze-gruppe1

Zu sehen ist ein Beet mit Pfefferminzpflanzen. Die Pflanzen sind über die eigentliche Beetabgrenzung hinaus gewachsen und wachsen sogar zwischen den Steinen der Gehplatten. Bei fehlender Gegenmaßnahme ist damit zu rechnen, dass der Wegbereich durch die wuchernde Minze allmählich zerstört würde.

Standortwechsel beim Liebstöckel

Sonntag, 10. Mai 2009

Die Liebstöckelpflanze (Levisticum officinale) ist ein ähnlicher “Stinker” wie der Wermut. Der süßliche Geruch des Wermuts ist auf den Thujongehalt der Pflanze zurückzuführen. Der eher würzige starke Geruch von Levisticum erinnert an die Suppenwürze “Maggi” und ist eine Folge der Cumarine.

Der Liebstöckelanbau kennt eine Besonderheit: er mag es nicht gerne jahrelang am gleichen Standort. An demselben Platz neigt die Pflanze dazu, sich zu erschöpfen und nur noch spärlich auszutreiben.

Alle paar Jahre sollten junge Wurzeltriebe in ein neues Beet gesetzt werden. liebstockelanpflanzung

Auf dem Bild sieht man junge Liebstöckelpflanzen, die neu neben einer 1 Jahr alten Staude gesetzt wurden. Dort können Sie 3-4 Jahre stehen bleiben.

Share |
BTB | Burger Straße 221 | 42859 Remscheid | Tel.: 02191 - 93 15 93 | Fax: 02191 - 93 15 59 | E-Mail: kontakt@btb.info