Archiv für Mai 2009

Rötung der Nasenspitze – Die Auflösung

Freitag, 29. Mai 2009

Das Mittel, das geholfen hat, heißt Aethusa.

Bei GESICHT – Hautausschläge – Nase – Nasenspitze     erscheint aeth 2-wertig.

Bei GESICHT – Hautausschläge – Herpes – Nase     erscheint aeth als einiges 3-wertig!

Bei GESICHT – Hautausschläge – Herpes – Nase – Nasenspitze   ist aeth neben 4 anderen Mitteln einwertig vertreten.

Bei BOERICKE erscheint fettgedruckt unter der Rubrik Nase: “Herpetische Ausschläge an der Nasenspitze”.

Bei BOERICKE gibt es auch einige, allerdings nur kurze Hinweise auf Erschöpfungszustände. KENTs Arzneimittellehre beschreibt diese dann ausführlicher. Hier schließt sich dann der Kreis.

Das Mittel wurde 2 x in der  30 gegeben. So wie ich eruieren konnte, ist die schmerzhafte Rötung der Nasenspitze einige Monate lang nicht mehr wieder aufgetreten. Auch die starke Krustenbildung in den Nasenlöchern im Bereich der Nasenspitze hat wohl aufgehört. Danach hat mich der Patient nicht mehr wieder konsultiert. Es ist wohl davon auzugehen, dass eine endgültige Heilung erfolgte.

Homöopathische Repertorisationsprogramme: die Konzentrationsprozesse auf dem Markt setzen sich fort

Dienstag, 26. Mai 2009

Sucht man in einschlägigen Fachkatalogen nach PC-Software zur homöopathischen Repertorisation, so findet man nur noch 1 Produkt: RADAR. Es kommt aus dem gleichen Verlag wie das Synthesis-Repertorium. Zugegeben, Leistungsumfang und die Handhabung der RADAR-Programme sind wirklich gut, da haben Herr R. und seine Entwickler ganze Arbeit geleistet. Was mich aber stört, genau wie im Buchbereich, ist, dass ein einzelner Anbieter sich anschickt, in naher Zukunft eine quasi monopolartige Stellung einzunehmen.

Die RADAR-Produzenten nutzen die in der PC-Welt übliche Strategie: dauernde Neuerscheinungen, jeweils mit Änderungen versehen und irgendwann auch nicht mehr abwärtskompatibel. Einen einheitlichen Standard gibt es nicht, es sei denn, ein Jeder kauft immer schön die neuste Version. Man kann ihnen diese Strategie nicht verübeln, sonst müsste man sich häufig auch an die eigene Nase packen.

Warum nur werden eigentlich in den Fachkatalogen nur noch RADAR-Programme angeboten?

Ich könnte mir gut vorstellen – das ist allerdings nur eine naheliegende Vermutung – dass der Produzent von RADAR Druck auf die Weiterverkäufer ausübt – nach dem Prinzip: “entweder meine Produkte allein, oder Du bist draußen vor”.

Eine weitere Möglichkeit wäre, dass es andere Anbieter schlichtweg nicht mehr gibt oder dass sie nicht mehr in der Lage sind, den Markt mit ihren Produkten zu beliefern. Ich habe das einmal bei zwei weiteren – noch verbliebenen – Anbietern getestet, mich als BTB-Leiter zu erkennen gegeben und Programme zum Testen angefordert. Der eine Anbieter bestand auf einem persönlichen Treffen, bevor es zur Auslieferung gekommen wäre (!) und der andere sandte mir eine Testversion zu, mit der man überhaupt nicht repertorisieren konnte.

Ich denke, die anderen Anbieter haben jahrelang geschlafen und sich auf ihren Lorbeeren ausgeruht. Die Dynamik von Radar und Synthesis hat sie schlichtweg überrollt. Mittlerweile kostet das Easy-Kent-Programm von RADAR 150 Euro während die anderen beiden Anbieter für Kent-Programme mit deutlich schlechterer Bedienbarkeit 500 bzw. 850 Euro haben wollen. Natürlich will dann keiner mehr deren Programme kaufen.

Was ist zu tun?

Nun, was kann man tun, um zu verhindern, dass letzten Endes nur noch ein Anbieter übrig bleibt, der die Homöopathen dann nur noch am Gängelband herumführt?
Hat jemand eine Idee?

Rötung der Nasenspitze mit Schmerzen – Auflösung später

Montag, 25. Mai 2009

Ein symptomenarmer Fall
Ein Patient klagt über rezidivierende Beschwerden an der Nase. Jedes Mal, wenn er sich Krusten aus der Nase im Bereich der Nasenspitze entfernt, kommt es zwei Tage später zu folgender Symptomatik:
Müdgkeit, Abgeschlagenheit, dann Rötung der Nasenspitze mit lokalen Schmerzen, wenn die Nasenspitze berührt wird. Das Ganze klingt dann nach einigen Tagen wieder ab.

Damit kann man wenig anfangen. Offenbar wird durch die mechanische Reizung der Schleimhaut an der Nasenspitze ein entzündlicher Prozess in Gang gesetzt. Und diese Symtomatik wiederholt sich häufiger, so dass an eine lokale Infektion durch Verunreinigung (der Hände) nicht zu denken ist. So etwas kann einmal passieren, sich aber wohl nicht in schöner Regelmäßigkeit wiederholen.

An Alkoholfolgen ist auch nicht zu denken, das passt nicht zum Patienten, außerdem wäre eine alkoholbedingte Rötung schmerzlos. Herpes-Infektion? Auf die Frage, ob der Patient manchmal unter Herpes-Ausschlägen an der Lippe leiden würde, bejaht er das.

Ich repertorisiere kurz im Beisein des Patienten: Rötung der Nasenspitze und Schmerzen. Die Müdigkeit und Abgeschlagenheit lasse ich weg, das ist mir zu undifferenziert (Müdigkeit = über 300 Mittel).
Rhus tox wird bei beiden Symptomen genannt. Auch die Beschreibung im Boericke passt ganz gut zu den Beschwerden des Patienten. Ich verabreiche ihm 2 x eine Dosis D30. Nach 4 Wochen kommt die Meldung, dass es nicht besser wurde. Die Rötung heilte nach einigen Tagen ab wie immer und jetzt wäre sie wieder da – mit gleicher Symptomatik.

Dieses Mal beziehe ich die Müdigkeit und Abgeschlagenheit in meine Überlegungen mit ein. Ich entscheide mich, davon auszugehen, dass es sich um wiederkehrende Herpes-Ausschläge handelt und repertorisiere in diese Richtung. Es wurde ein voller Erfolg. Nach 2-maliger Gabe des herausgefundenen Mittels ist die Symptomatik bis heute nicht mehr aufgetreten.

Benutzt habe ich das Synthesis 9.1 und die Arzneimittellehre von Boericke.

Um welches Mittel könnte es sich gehandelt haben?
Auflösung später.

Über das Impfen

Freitag, 22. Mai 2009

Es werden viele Bücher über die sogenannte “Impfproblematik” angeboten:

  • Impf-Frei
  • Das Impfschaden-Syndrom
  • Impfen – Pro & Contra
  • Impfen – ein Jahrtausend-Irrtum?
  • Sind Impfungen sinnvoll?
  • Impfen – das Geschäft mit der Angst
  • Impfen – der unglaubliche Irrtum

Es ist eine Aufzählung aus dem Gesamtverzeichnis homöopathischer Bücher einer führenden Versandbuchhandlung. Diese Liste über Bücher zum Thema “Impfen” ließe sich noch fortsetzen.

Natürlich gibt es eine gewisse Impfproblematik: alles, was Wirkung zeigt, ist auch in der Lage, Nebenwirkungen zu erzeugen. Und natürlich gibt es – vereinzelt – Fälle von Impfschäden. Aber wenn Homöopathen anfangen, ideologisch zu denken, dann schieben sie das Thema “Impfen” wie ein Schutzschild vor sich her. Hauptsache die Behauptungen, Impfen ist rundheraus schlecht in die Welt setzen und dann feste selbst daran glauben. Epidemiologische Einwände, Statistiken von Weltgesundheitsorganisation und anderen seriösen Instituten werden ignoriert.  Die Ideologisierung des Impfens durch viele Homöopathen hilft dem Geschäft, aber nicht der Volksgesundheit. Und vor allen Dingen erhalten die Gegner der Homöopathie durch solche plakativen Behauptungen immer neue Nahrung.

Irl und Narayana: die beiden Versandbuchhändler

Freitag, 22. Mai 2009

Der kunterbunte Büchermarkt

Der Narayana Verlag (www.narayana-verlag.de) hat das neue “Gesamtverzeichnis homöopathischer Bücher 2009″ herausgebracht. Zu dem Verlag gehört eine Versandbuchhandlung, die auch verlagsfremde homöopathische Werke liefert. Neben dem Irl-Versand (www.irl.de) bietet Narayana den umfassendsten Katalog an, gut geeignet, um sich einen Überblick über alle Spielarten der Homöopathie zu verschaffen.

Bücher werden dort angeboten, da staunt man nur:

- Farben in der Homöopathie
- Handschrift und Homöopathie
- ADS – eine Impffolge?
- Kreative Homöopthie
- Berliner Homöopathie
- Homöopathie in der Liebe – Für mehr Harmonie in der Partnerschaft
- Gelebte Homöopathie
- Das Impfschaden-Syndrom
- Impfen – das Geschäft mit der Angst
usw. usw.

Liebeskummer, Auflösung des Falles

Montag, 18. Mai 2009

Natürlich kam nat-m an die 1. Stelle.

Von repertorisierten Symptomen sind 6 Gemütssymptome und nur 2 körperlicher Art. Meist ist es ja umgekehrt.

Hierbei aber stellen die Gemütsbeschwerden die eigentlichen lokalen Hauptbeschwerden dar. Und die beiden Körpersymptome fungieren nur als Begleitsymptomatik, sozusagen um die Gemütssymptomatik zu differenzieren.

Das emotionale Beschwerdebild besserte sich nach zwei Gaben nat-m D30 prompt. Die Hautausschläge blieben allerdings bestehen, stören aber nicht weiter. Es sind zwei harte, 1 Euro-Stück große ringförmige und nicht juckende, rötliche Ekzeme an der hinteren Seite des Oberarms, knapp oberhalb des Ellenbogens. Schulmedizinisch ist der Ausschlag nicht abgeklärt worden, wahrscheinlich handelt es sich um eine lokal begrenzte Schuppenflechte.

liebeskummer

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