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Laut einem Artikel der Ärztezeitung wirkt eine “Mittelmeer-Diät”, die mit einer täglichen Portion Walnüssen angereichert wird, reduzierend auf Karotis-Plaques.
7447 Personen mit Risikofaktoren wie erhöhtem Blutzucker oder Bluthochdruck wurden auf den Nutzen der Mittelmeer-Diät in der Primärprävention von kardiovaskulären Erkrankungen hin untersucht. Die Teilnehmer sollten viel Obst, Gemüse, Fisch und wenig Fleisch und Wurst essen, ergänzt entweder durch reichlich Olivenöl oder eine tägliche Portion Nüsse.
Die Ernährung nach den Regeln der Mittelmeer-Küche ging mit einer signifikanten Reduktion von Karotis-Plaques im Vergleich zur Kontrollgruppe einher. Dabei schien sich ein Wandel von lipidreichen hin zu fibrösen, stabileren Plaques zu vollziehen. Bei näherer Betrachtung zeigte sich, dass der Unterschied zugunsten der Mittelmeer-Kost besonders für die Gruppe mit zusätzlichem Nüsse-Verzehr signifikant war.
Für alle Fachberater in den Gesundheitsberufen, die sich mit gesunder Ernährung beschäftigen, Ernährungsberater, Personaltrainer und Ernährungsmediziner, sind das wichtige Informationen, die in die tägliche praktische Beratungsarbeit mit einfließen können. Der cholesterinsenkende Effekt von Walnüssen wird ja schon seit längerem in der Ernährungsmedizin diskutiert und findet in dieser Untersuchung seine Bestätigung. Es gibt kalt gepresste Walnussöle, die hervorragend schmecken und zur täglichen Ernährung genutzt werden können. Sie dürften den gleichen Effekt haben.
Vgl. Deutsche Ärzte Zeitung, 11.6.2013
Dieses Mal hatte mich die Grippe selbst erwischt. Schüttelfrost, Halsschmerzen…usw. Nach fünf Tagen glaubte ich, wieder arbeitsfähig zu sein. Da war ich wohl zu ungeduldig. Wieder hohes Fieber, Bettruhe, und es entwickelte sich dazu eine Bronchits mit den bekannten Stadien: Trockener Reizhusten mit nächtlichen Hustenorgien und nach einigen Tagen kam dann die Lysis. Allerdings konnte ich – im Vergleich zu anderen “Hustenpartnern” um mich herum – kaum den Schleim abhusten, er blieb zäh und wurde nicht lockerer. Sobald ich anfing zu sprechen, musste ich husten. Nun, man muss ja nicht immer reden, aber tagelang vor lautert Husten keinen anständigen Satz herauszubekommen: das war auch nicht mein Ding. Tief ausatmen konnte ich auch nicht richtig: es pfiff und brodelte in meinen Bronchien vor sich hin. Richtig nervig wurde es aber, als mir dann nach einigen Tagen nach jeder Hustenattacke ziemlich schwindelig wurde.
Also schnappte ich mir meinen Laptop, startete das KentFree-Programm, gab die Symptome ein und erhielt folgende Mittelvorschläge:
Wir haben hier 5 Mittel in der engeren Wahl. Für welches soll man sich nun entscheiden?
Das Charakteristische an dem Fall ist für mich die Zähigkeit des Sekretes und das schwierige Abhusten. Natürlich wird das Sekret nach einem trockenen Husten in der Anfangsphase der Lysis erst einmal zäh, um dann aber lockerer zu werden und gut abgehustet werden zu können. Aber das Stadium des zähen Schleims blieb bestehen: das war das Charakteristische.
Und besonders im Sinne von § 53 des Hahnemannschen Organons war wohl auch der massive Schwindel beim Husten – oder wird Ihnen beim Husten immer besonders schwindelig?
Nach diesen Überlegungen war klar: Kalium bichromicum war für mich die erste Wahl: 5 Globuli D-30
Nach einem Tag: Der zähe Schleim war weg, kein Schwindel mehr, das Pfeifen und Brodeln ist so gut wie nicht mehr existent. Und quatschen kann ich mich auch wieder
. Hustenreiz: natürlich ab und an noch einmal, besonders morgens nach dem Aufstehen. Das ist aber alles der normale Nachklang einer Bronchitis, das wird noch für einige Zeit bestehen bleiben und ist aber nicht der Rede wert.
“In den Wochen nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl war in vielen deutschen Naturkostläden Miso plötzlich ausverkauft. Es enthält Zybicolin, eine Substanz, die fähig sein soll, radioaktive Substanzen im Körper zu binden.
Auch sonst finden Meldungen über die gesundheitlichen Wirkungen von Miso zunehmend Beachtung. Miso zur Vorbeugung gegen Magenkrebs, Miso als Schutzmittel gegen radioaktive Strahlungen. Und während lange Zeit die Gesundheitswirkung von Miso etwas “mystisches” hatte, wird sie jetzt auch von wissenschaftlicher Seite bestätigt.
Eine japanische Forschungsgruppe wies in Miso-Ethyl-Ester-Säure nach, eine Substanz, die vorbeugend gegen Krebs wirken soll. Auch Statistiken wiesen nach, dass unter Japanern, die täglich Misosuppe tranken, die Krebsrate erheblich niedriger war, als unter solchen, die nie Misosuppe verwendeten.
Was hat es mit diesem Wundermittel auf sich?
Miso ist eine bräunliche Paste, die schon vor etwa 2500 Jahren in China bekqannt war. Im 7. Jahrhundert wurde es von buddistischen Priestern nach Japan gebracht, wo es verfeinert und in verschiedene Sorten entwickelt wurde.
Die Grundbestandteile sind Sojabohnen, Getreide und Salz, die unter Beifügung eines bestimmten Edelschimmelpilzes in einem bis zu zwei oder drei Jahre andauernden Fermentationsprozess reifen….
…Miso ist ein bewährter Verdauungs- und Stoffwechselförderer und wird ebenso bei Erkältung, bei Parasiten und unreiner Haut empfohlen. Es enthält das in Pflanzennahrung seltene Vitamin B12 und hilft, Gifte im Körper an sich zui binden und auszuscheiden. So ist Miso nicht nur als Würzmittel hervorragend, sondern auch von hohem gesundheitlichen Wert…..”Die braune Butter Japans”, wie Miso auch genannt wird, ist als Nahrungsmittel in Suppen, Saucen und anderen gerichten ebenso wie als Aufstrich universell einsetzbar.”
Aveline Tomoko Kushi, “Mit Miso kochen”, 1978, Vorwort zur deutschen Ausgabe
Dem ist nichts hinzuzufügen!
Eine (fast) komplette Ausheilung mit Bryonia
Es passierte vor meinen Augen: eine Bekannte rutschte auf glattem Boden aus und knickte dabei mit dem linken Fuß um. Ich sprang auf, um ihr zu helfen. Ein weiterer Bekannter, der in der Nähe stand, schaute sich das Ganze ziemlich erschrocken an, reagierte aber nicht sofort darauf. Die Verletzte wurde wütend und ärgerlich und beschwerte sich nachher bei mir, wie denn der Bekannte so unbeteiligt daneben gestanden hätte, ohne Hilfestellung zu leisten. Der Ärger war eigentlich nicht ganz nachzuvollziehen, da die Hilfestellung schon durch mich erfolgte. Der Fuß schwoll innerhalb weniger Minuten im Bereich des Außenknöchels an und die Verletzte klagte über Schmerzen und Verschlimmerung bei jeder kleinsten Bewegung des betroffenen Gelenkes.
Ich gab Bryonia, einige Globuli in der D-30-Potenz. Danach konnte sie beschwerdefrei gehen, obwohl die Schwellung am Knöchel durch einen Bluterguss noch zugenommen hatte. Nach 2 Wochen kehrten die Beschwerden wieder und ich verordnete eine weitere Gabe Bryonia D 30.
Die Repertorisation mit dem Kent-Free-Programm ergab, dass Bryonia nur auf dem 3. Platz stand, hinter Hepar-sulfuris und Sulfur. Aber mir war noch die Beschreibung von Bryonia bei NASH in Erinnerung:
Nash, “Leitsymptome in der homöopathischen Therapie”, erschienen 1898, in seiner Beschreibung des Arzneimittelbildes von Bryonia alba:
“…Drei Worte drücken es aus: Verschlimmerung durch Bewegung. Was wird durch Bewegung verschlimmert? Leiden fast aller Art…..Gelenke rot, geschwollen…steif, mit stechendem Schmerz bei der leichtesten Bewegung….”
Und dann vergleicht NASH noch Bryonia und Nux-vomica hinsichtlich ihrer ausgeprägten Neigung zur Reizbarkeit:
“Beide geraten leicht in Erregung und Zorn…beide werden im Allgemeinen durch bewegung verschlimmert, aber bei Bryonia ist dies viel mehr der Fall.”
Die prompte Wirkung von Bryonia gab mir Recht. Nun können die Folgen einer Bänderdehnung langfristig sein. Sollte sich zeigen, dass die Besserung auch nach der 2. Gabe nicht anhält, so könnte man Hepar sulfuris oder Sulfur probieren. Beide stehen in dem Ruf, noch tiefer wirken zu können.
Die Ergebnisse der Repertorisation mit dem Kent-Free-Programm:
Eine bewusst geringer gehaltene Salzzufuhr widerspricht den Grundsätzen einer gesunden Ernährung: Wer hätte das gedacht! Jahrzehntelang war die Ernährungswissenschaft der Meinung, dass ein geringer Salzkonsum eines der hauptsächlichen diätetischen Möglichkeiten sei, um Bluthochdruckerkrankungen und deren Folgen zu bekämpfen.
Eine Metastudie der dänischen Cochrane Collaboration wertete insgesamt 6 große Studien mit mehreren tausend Teilnehmern aus und kam zu einem überraschenden Ergebnis:
Die Welt in ihrem Bericht:
“Vom Ergebnis waren selbst die Experten verblüfft: Die Gruppe der salzarm Ernährten wies eine höhere Gefährdung auf als die Patienten mit Normalkost!
Die Gesamtsterblichkeit lag in der sich salzarm ernährenden Gruppe um 95 % höher als bei Herzpatienten mit Normalkost.
Das Risiko des plötzlichen Herztodes war unter Salzreduktion um 72 % erhöht.”
In der Ausbildung zum Ernährungsberater sollten diese neuen wissenschaftlich fundierten Ergebnisse unbedingt mit einfließen.
Vgl. Artikel “Es darf doch Salz in die Suppe” in: Welt kompakt, Ausgabe 4.1.2013, S. 28
Rolf Meyer, 9.1.2013